Donnerstag, 27. März 2014
Meine Top 10 Posts
Hallo liebe, treue Leser,
ich habe mir heute mal die Zugriffszahlen meiner Posts angeschaut und die zehn beliebtesten Artikel rausgesucht. Interessant ist dass in diesen 10 Artikeln fast alles RKC Grundübungen enthalten sind. Mit zwei "Ausrutschern" beziehen sich alle Artikel auf das Training mit der Kettlebell oder auf die Ausbildung zum Kettlebell Instruktor.
So das waren sie meine Top 10, schön zu sehen dass der Geschmack meiner Leser sich so gut mit meinem eigenen deckt. Danke für Eure treue Leserschaft und viel Erfolg und Spaß weiterhin mit der Kettlebell!
Wenn ihr mal Fragen oder Themenwünsche habt schreibt sie in die Kommentare oder schickt mir eine Email.
ich habe mir heute mal die Zugriffszahlen meiner Posts angeschaut und die zehn beliebtesten Artikel rausgesucht. Interessant ist dass in diesen 10 Artikeln fast alles RKC Grundübungen enthalten sind. Mit zwei "Ausrutschern" beziehen sich alle Artikel auf das Training mit der Kettlebell oder auf die Ausbildung zum Kettlebell Instruktor.
Und .... trommelwirbel .. hier kommen sie:
Platz 10: Jenseits der Big 6
Mein noch recht neuer Artikel zu den sogenannten "Fortgeschrittenen Grundübungen", die im RKC II Curriculum enthalten sind. Viele zukünftige RKC II Instruktoren in Deutschland wie es scheint - freut mich!
Wer die beschrieben Übungen lernen möchte bekommt am 18.und 19. Oktober 2014 die Gelegenheit
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2013/02/jenseits-der-big-6.html
| Der Bentpress: Squat, Press und viel Mobilität in eine einzigen Übung. |
Platz 9: Der RKC-Snatch Test und wie man ihn besteht
Wer sich mit dem Gendanken trägt selbst RKC Instruktor zu werden, der muss auch eine Strategie finden wie er den berümt Berüchtigten Snatch Test bestehen kann. 100 Snatches mit 24 kg in 5 Minuten ist ein Test nicht nur für Deine Kraft und Deine Technik - sondern auch für Deinen Geist. Mit meiner Strategie kannst Du Dich geziehlt darauf vorbereiten, was dem ganzen ziemlich viel von seinem Schrecken nimmt.
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2012/09/der-rkc-snatch-test-und-wie-man-ihn.html
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| Jeder RKC Instruktor muss ihn bestehen: der Snatchtest |
Platz 8: Get Up - your ass!
Mein Artikel über den Turkish Get Up - eine meiner persönlichen Lieblingsübungen und die das halbe "Fundament" des RKC Kettlebell Universums. Der Artikel hätte thematisch gesehen einen höheren Platz in den Top 10 verdient.
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2012/11/get-up-your-ass.html
Platz 7: Die neue Dragondoor Naked Warrior Certification
Einer der beiden nicht Kettlebell Posts in den Top 10. In dem Artikel kündige ich an die damals neue Bodyweight Zertifizierung von Dragondoor besuchen zu wollen. Leider gibt es genau diesen Kurs seit Pavel's Trennung von der RKC nicht mehr - dafür haben wir jetzt die Gebrüder Kavadlo mit ihrer PCC. Wer wissen will was in dem Kurs gelehrt wurde dem erzähle ich es gerne in aller Ausführlichkeit am 27.Juli 2014.
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2012/07/die-neue-dragondoor-naked-warrior.html
Platz 6: Der Swing - die ultimative Übung
Natürlich ist auch die Mutter aller ballistischen Kettlebell Übungen auf der Liste meiner erfolgreichsten Posts zu finden - hier muss ich nicht viel erklären...
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2012/10/der-swing-die-ultimative-ubung.html
Platz 5: Hoch damit - Der Military Press
Wer mit Kettlebells trainiert, der entwickelt früher oder später das Bedürfnis anhand des Military Press seine Kraft und seine Fortschitte zu messen. In dem Artikel geben ich ein paar Tipps wie Du Deine Press steigern kannst.
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2013/04/hoch-damit-der-military-press.html
Platz 4: Was ist eigentlich Hardstyle-Kettlebell...
Meine Erklärung zur unserer Hardstyle Trainingsphilosophie - obwohl der Name etwas zu Missverständnissen verleitet eine der schlauesten Erfindungen wenn es um ein ganzheitliches Training geht.
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2012/08/was-ist-eigentlich-hardstyle-kettlebell.html
Platz 3: 7 Wochen - Last Minute HKC Prep Programm
Der Einsteiger Kurs für zukünftige Instruktoren ist die eintägige Hardstyle Kettlebell Certification - damit unsere Kandidaten davon möglichst gut profitieren können habe ich das folgende Programm entwickelt:
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2013/02/7-wochen-last-minute-hkc-prep-programm.html
| Die Einstiegsdroge: der erste Schritt auf dem Weg zum Kettlebell Instruktor. |
Platz 2: Triggerpunkte selbst Behandeln - SMR für Dummies
Das dieser Artikel so viele interresierte Leser gefunden hat hat mich selbst ziemlich überrascht. Weder bin ich der grosse Experte für das Thema noch habe ich je wieder darüber geschrieben. Natürlich setzte ich Foamroller und co. nach wie vor ein, aber das ist auch schon alles.
Ich habe nachgeforscht wie es zu so vielen Zugriffen auf diesen Artikel kommen konnte und festgestellt das er Google gefällt: Wenn Du "Triggerpunkte selbst Behandeln" bei Google eingibst steht mein Artikel ganz oben auf der Ergebnisliste.
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2013/07/triggerpunkte-selbst-behandeln-smr-fur.html
Platz 1: Der Snatch - der Zar unter den Kettlebell Übungen
Wenig überraschend ist dass mein Artikel über den Snatch mein mit weitem Abstand meist gelesener Artikel ist. Der Artikel hat eineinhalb mal so viele Leser gefunden wie mein durch Google favorisierter zweit-beliebtester Post. Über den Snatch muss ich nicht viel erzählen eine tolle Übung - und hervorragende Ergänzung zum regelmäßigen Swing Training.
zum Artikel: http://kettlebellgermany.blogspot.com/2013/04/der-snatch-der-zar-unter-den-kettlebell.html
So das waren sie meine Top 10, schön zu sehen dass der Geschmack meiner Leser sich so gut mit meinem eigenen deckt. Danke für Eure treue Leserschaft und viel Erfolg und Spaß weiterhin mit der Kettlebell!
Wenn ihr mal Fragen oder Themenwünsche habt schreibt sie in die Kommentare oder schickt mir eine Email.
Euer Flo.
Labels:RKC | 1 Kommentare
Freitag, 21. März 2014
Erst Kettlebell dann... was auch immer
Wenn‘s nach mir ginge, müsste jeder Sportler erst einmal lernen mit der Kettlebell umzugehen, bevor er irgendeine andere Sportart oder Trainingsform ausübt. Sei es Kraftsport, sei es Fitness oder auch Kampfsport oder Ballett. Natürlich denkst du dir jetzt - du bist ja schließlich auch ein Kettlebell-Fanatiker! – Klar bin ich – und das hat auch seinen Grund:
Daraus resultiert nach einiger Zeit eine charakteristische Körperhaltung: Boxer erkennt man am massiven nach vorne gerundeten Schultergürtel, Tänzer an der hoch aufgerichteten leichtfüßigen Haltung. Jede dieser „Spezialisierungen“ begünstigt den Erfolg im jeweiligen Sport, macht es aber oft schwerer bei anderen Aktivitäten. So sieht ein Boxer auf dem Tanzparkett, obwohl leichtfüßig, eher verloren aus und einem Tänzer im Boxring gelingt es nicht, Kraft in seine Schläge zu legen bzw. seine Deckung oben zu behalten.
Nein ist es nicht – nur entspricht die Haltung, die sich durch Hardstyle Kettlebell Training einstellt, zufällig genau der „neutralen“ Haltung unseres Körpers. Die Kettlebell kontert sogar die negativen Auswirkungen unseres sitzenden Alltags.
Wer mit dem Kettlebell Training beginnt, der aktiviert zunächst einmal seinen Gluteus und mobilisiert das Hüftgelenk. Laut Professor Stuart Mc Gill, einem weltweit führenden Biomechaniker, ist ein schwacher Gluteus Maximus (=Gesäßmuskel) die Ursache für die meisten Schmerzsituationen im unteren Rücken.
Wer dann mit der Kettlebell weiter trainiert, mobilisiert und aktiviert schon nach kurzer Zeit den Schultergürtel und letztendlich auch den Latissimus und die Brustwirbelsäule.
Das erlaubt eine aufrechte Haltung mit gerader Wirbelsäule – und zwar unter Belastung. Wer in der Lage ist, seine Wirbelsäule auch unter Belastung stabil zu halten, der muss keine Angst mehr vor Bandscheibenvorfall und Co haben.
Eine neutrale Haltung, wie man sie durch Kettlebell Training bekommt, erlaubt es dem Athleten immer noch jede „sportspezifische“ Haltung einzunehmen – aber er hängt nicht mehr darin fest.
Kettlebell Training kann in praktisch jeder Beziehung geradezu lächerlich intensiv werden – wer seinen Körper mit der Kettlebell stählt, der empfindet andere sportliche Aktivitäten in der Regel als eher moderat anstrengend. Es gibt einige Untersuchungen zu dem Thema, die festgestellt haben, dass kaum ein anderer Sport bezüglich der Intensität an das Kettlebell Training heranreicht.
Wer also regelmäßig die Kettlebell schwingt, der hat bei anderen Aktivitäten in der Regel ein solides Sicherheitspolster und gute Leistungsreserven.
Solche Reserven lassen sich durch Training der gewählten Zielaktivität kaum erreichen – selbst bei noch so hartem und häufigen Training.
Wenn Du bereits sportlich aktiv bist und außer Deinem gewählten Sport kein Grundlagentraining mit der Kettlebell machst, dann fange jetzt damit an: Du wirst merken, dass Du auch und gerade in Deinem Sport plötzlich Fortschritte machst!
Wenn Du bisher keinen bis wenig Sport gemacht hast – dann ist die Kettlebell Dein Weg zum Erfolg – und Erfolg macht süchtig ;-)
Wenn Du gerade mit einem neuen Sport begonnen hast oder es in naher Zukunft vorhast, dann lass Dich nicht aufhalten – aber plane ein Grundlagentraining mit der Kettlebell mit ein. Du wirst sehen, dass das vieles leichter macht.
Kettlebell rulez ;-)
Jede Sportart stellt andere Anforderungen an den, der sie ausübt.
Daraus resultiert nach einiger Zeit eine charakteristische Körperhaltung: Boxer erkennt man am massiven nach vorne gerundeten Schultergürtel, Tänzer an der hoch aufgerichteten leichtfüßigen Haltung. Jede dieser „Spezialisierungen“ begünstigt den Erfolg im jeweiligen Sport, macht es aber oft schwerer bei anderen Aktivitäten. So sieht ein Boxer auf dem Tanzparkett, obwohl leichtfüßig, eher verloren aus und einem Tänzer im Boxring gelingt es nicht, Kraft in seine Schläge zu legen bzw. seine Deckung oben zu behalten.
Ist das bei Kettlebell Training anders?
Nein ist es nicht – nur entspricht die Haltung, die sich durch Hardstyle Kettlebell Training einstellt, zufällig genau der „neutralen“ Haltung unseres Körpers. Die Kettlebell kontert sogar die negativen Auswirkungen unseres sitzenden Alltags.
Wer mit dem Kettlebell Training beginnt, der aktiviert zunächst einmal seinen Gluteus und mobilisiert das Hüftgelenk. Laut Professor Stuart Mc Gill, einem weltweit führenden Biomechaniker, ist ein schwacher Gluteus Maximus (=Gesäßmuskel) die Ursache für die meisten Schmerzsituationen im unteren Rücken.
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| Der Snatch - standing tall. |
Wer dann mit der Kettlebell weiter trainiert, mobilisiert und aktiviert schon nach kurzer Zeit den Schultergürtel und letztendlich auch den Latissimus und die Brustwirbelsäule.
Das erlaubt eine aufrechte Haltung mit gerader Wirbelsäule – und zwar unter Belastung. Wer in der Lage ist, seine Wirbelsäule auch unter Belastung stabil zu halten, der muss keine Angst mehr vor Bandscheibenvorfall und Co haben.
Eine neutrale Haltung, wie man sie durch Kettlebell Training bekommt, erlaubt es dem Athleten immer noch jede „sportspezifische“ Haltung einzunehmen – aber er hängt nicht mehr darin fest.
Die Kettlebell schafft Reserven
Kettlebell Training kann in praktisch jeder Beziehung geradezu lächerlich intensiv werden – wer seinen Körper mit der Kettlebell stählt, der empfindet andere sportliche Aktivitäten in der Regel als eher moderat anstrengend. Es gibt einige Untersuchungen zu dem Thema, die festgestellt haben, dass kaum ein anderer Sport bezüglich der Intensität an das Kettlebell Training heranreicht.
Wer also regelmäßig die Kettlebell schwingt, der hat bei anderen Aktivitäten in der Regel ein solides Sicherheitspolster und gute Leistungsreserven.
Solche Reserven lassen sich durch Training der gewählten Zielaktivität kaum erreichen – selbst bei noch so hartem und häufigen Training.
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| Der Get Up - macht den Körper zu einer starken Einheit. |
Mein Fazit
Wenn Du bereits sportlich aktiv bist und außer Deinem gewählten Sport kein Grundlagentraining mit der Kettlebell machst, dann fange jetzt damit an: Du wirst merken, dass Du auch und gerade in Deinem Sport plötzlich Fortschritte machst!
Wenn Du bisher keinen bis wenig Sport gemacht hast – dann ist die Kettlebell Dein Weg zum Erfolg – und Erfolg macht süchtig ;-)
Wenn Du gerade mit einem neuen Sport begonnen hast oder es in naher Zukunft vorhast, dann lass Dich nicht aufhalten – aber plane ein Grundlagentraining mit der Kettlebell mit ein. Du wirst sehen, dass das vieles leichter macht.
Kettlebell rulez ;-)
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Freitag, 7. März 2014
Hurra! RKC Team Leader
Letzten Sonntag wurden Moritz Rammensee und ich von John Du Cane zu RKC Team Leadern ernannt. Wer mit Kettlebells trainiert und sich auf Facebook tummelt hat das bestimmt schon mitbekommen. Hier der Link zur offiziellen Ernennung
Für mich ist es eine große Ehre und ein Zeichen, dass sich die Arbeit, die ich in den letzten Jahren geleistet habe, geschätzt wurde und nicht umsonst war. Die letzten 4 Jahre seit meiner Zertifizierung zum RKC waren eine spannende aber auch harte Zeit mit vielen Hochs und Tiefs.
Für mich ist es eine große Ehre und ein Zeichen, dass sich die Arbeit, die ich in den letzten Jahren geleistet habe, geschätzt wurde und nicht umsonst war. Die letzten 4 Jahre seit meiner Zertifizierung zum RKC waren eine spannende aber auch harte Zeit mit vielen Hochs und Tiefs.
Was ist ein RKC Team Leader?
Zunächst einmal nichts sooo besonderes. Der Team Leader ist die unterste Ebene in der dreistufingen RKC Führung. Die oberste bilden die Master RKCs wie Max Shank, Andrea Du Cane und Phil Ross, sie sind die einzigen, die dazu qualifiziert sind, mehrtägige Instruktoren-Kurse zu leiten. Die nächste Ebene bilden die Senior RKCs - für uns in Deutschland ist das Robert Rimoczi, über den ich die Kettlebell ursprünglich kennenlernte. Ein Senior RKC kann HKC Zertifizierungen leiten. Als Team Leader darf ich selbst keine Workshops leiten aber immerhin darin unterrichten, was mich sehr freu,t weil es einen großen Vertrauensbeweis seitens der RKC Führung mir gegenüber darstellt. Außerdem darf ich auf Zertifizierungen sogenannte Teams leiten - die Teilnehmer werden dort in Gruppen zu 15 - 20 Personen eingeteilt.
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| Hurra! RKC Team Leader |
Mein Weg zum Team Leader
Als ich nach meiner Zertifizierung zum frisch gebackenen RKC Instruktor im August 2010 meinen ersten Schock überwunden hatte, hätte ich es mit sicherlich nicht träumen lassen. Ich hatte gerade ein 3 Tage andauerndes, transformierendes Erlebnis hinter mich gebracht - in dem alles, was ich vorher über Training zu wissen glaubte, neu definiert wurde. Ich war einer von ca. 10 Menschen in Deutschland, die diese Ausbildung durchlaufen hatte und einer von vermutlich ein paar hundert, die den Begriff "Kettlebell" nicht mit "Kuhglocke" übersetzt hätten.
Ich wusste, ich bin auf etwas großartiges gestoßen!
Nur wussten außer mir und meinen paar Mitstreitern kaum einer davon. Functional Training war noch ein ziemlich neuer und unscharfer Trend aus den USA (Witzig - ist ja noch gar nicht soo lange her).
Ich habe mich also mit meinen Instruktorenkollegen allen voran Robert Rimoczi zusammengesetzt und wir haben darüber gebrütet, wie wir die Kettlebell in Deutschland bekannt machen können. Nach einigem herumprobieren entstand das immer noch erfolgreiche "Enter the Kettlebell"-Seminar. In diesem 3- stündigen Einführungskurs vermitteln wir die beiden Grundübungen Swing und Turkish Get Up, sowie die theoretischen Grundlangen unseres Hardstyle Kettlebelltrainings.
Mit dieses Seminaren ist es uns gelungen eine kleine aber um so engagiertere Anhängerschaft für die Kettlebell zu sammeln.
David gegen Goliat
Irgendwann kam die Zeit als auch andere in der Fitness Branche das große Potential der Kettlebell und besonders der RKC erkannten und versuchten uns aus dem Markt zu verdrängen. Unsere Gegenspieler waren große Firmen und Verlage, die uns finanziell haushoch überlegen waren. Da wurden Flüge in die USA unternommen um mit der RKC Leitung ins Gespräch zu kommen, ausländische RKC's und sogar Pavel persönlich eingeladen Workshops und Vorträge zuhalten. Ich brauche nicht zu erwähnen das von den entscheidenden Spielern niemand Interesse gezeigt hat Kettlebells selbst zu benutzen. Wir waren nicht bereit uns auf Kompromisse einzulassen, da wir befürchteten, dass die Tiefe und besonders die Qualität, die uns an der RKC School of Strength so begeistert hat, eine kompromisslose Vermarktung nicht überstehen würde.
Es wurde eine Kraftprobe, die wir nur mit Unterstützung von Dragondoor und der internationalen Instruktoren Gemeinschaft für uns entscheiden konnten.
Der Bruch
Gerade hatten wir diesen Angriff überstanden und erste Planungen für einen RKC-Workshop in Deutschand aufgenommen, da kam völlig unerwartet die Nachricht, dass der Mitbegründer Pavel Tsatsouline die RKC verlassen will. Wir stürzten erst mal in ein Loch! All die Arbeit, all die Mühe und jetzt sah es plötzlich so aus als wäre alles zum Teufel! Wie es zu dem Bruch gekommen ist und welche Gründe tatsächlich dahinter steckten, ist bis heute Gegenstand wildester Spekulationen. Fakt ist: es war für uns ein Stich in den Rücken und die Art, wie es abgelaufen ist, war mehr als fragwürdig. Ich erinnere mich noch gut: Robert Rimoczi und ich waren in Hitzkirch an der Schweizer Polizeiakademie, um einen Workshop für dortige Einsatzkräfte zu halten als die Nachricht durchsickerte.
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| Hier beim Polizei Workshop in Hitzkirch ereilte uns die Nachricht. |
Der Wiederaufbau
Zum Glück lies John Du Cane sich von diesem Rückschlag nicht entmutigen! - er erklärte sofort, dass die RKC weiter bestehen würde. John hatte erkannt, dass die RKC zu diesem Zeitpunkt bereits eine grosse international gewachsene Gemeinschaft war und nicht mehr nur das Produkt das Pavel, das er vor über 10 Jahren aus der Traufe gehoben hatten. Im folgenden Jahr fand dann auch der erste RKC Workshop auf deutschem Boden statt - geleitet von einer Weltmacht, unserem Master RKC Max Shank. Max verfügt nicht nur über ein unglaubliches Wissen und Verständnis, wenn es um Training im allgemeinen und Kettlebells im speziellen geht, er ist auch noch ein hervorragender Lehrer und ein unglaublich universeller Athlet. Spätestens nach dem ich auf diesem Kurs drei Tage für Max übersetzen durfte, war mir klar: die RKC lebt und wird auch in Zukunft die Referenzklasse der Kettlebell Instruktoren Ausbildung darstellen.
Meine Mission
Als frisch ernannter RKC Team Leader ist es meine Mission weiterhin das Wissen um die Vorzüge eines ganzheitlichen Kettlebell-Trainings in Deutschland zu verbreiten und so vielen Menschen wie möglich den Weg zu einem gesunden, kraftvollen und energiegeladenen Leben zu weisen. Ich möchte die neue RKC mitgestalten und dafür sorgen dass der Titel "RKC-Instruktor" weiterhin etwas ist das jeder Absolvent unserer Trainerseminare stolz an seinen Namen anfügt!
Euer Florian Kiendl RKC Team Leader
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Donnerstag, 27. Februar 2014
Die Kettlebell als Wunderwaffe
Ich bin der festen Überzeugung dass jeder Mensch ein annähernd unbegrenztes Potential hat, über sich selbst hinauszuwachsen. Jedesmal wenn ich Zeuge von schier übermenschlichen Leistungen werden spornt mich das an, mein eigenes Potential zu erforschen und meine Möglichkeiten zu erweitern.
Ein Beispiel aus meinem Sport das ich Live miterleben konnte:
Im Vergleich zu Menschen wie Grossmeister Son Jong Ho hier im Video bin ich dabei noch ganz am Anfang meines Weges aber ich habe eine Wunderwaffe:
Ein Beispiel aus meinem Sport das ich Live miterleben konnte:
Im Vergleich zu Menschen wie Grossmeister Son Jong Ho hier im Video bin ich dabei noch ganz am Anfang meines Weges aber ich habe eine Wunderwaffe:
Die Kettlebell als Wunderwaffe
Warum behaupte ich hier die Kettlebell sei die Wunderwaffe, um unser physisches Potential auszuloten? Nein - es ist kein Marketing-Gewäsch sondern meine ehrliche Überzeugung!
Die Kettlebell erlaubt, dank ihrer kompakten Form, natürliche Bewegungsmuster wie Sprünge und Schläge praktisch unverändert zu beladen. Nehmen wir zum Vergleich Maschinen, wie wir sie in Fitness Studios vorfinden: hier wird die Bewegung vollständig vom Gerät vorgegeben, in den meisten Fällen zwingt das den Übenden geringfügig vom natürlichen Bewegungsablauf abzuweichen - leider genügen diese geringfügigen Abweichungen meistens schon, um den Transfer zu natürlichen Bewegungsmustern zu schmälern. Selbst freie Gewichte könne der Kettlebell diesbezüglich nicht das Wasser reichen.
Wer mit der Kettlebell trainiert, wird garantiert höher springen, härter zuschlagen, länger durchhalten und mehr anwendbare Kraft zur Verfügung haben.
Die Kettlebell funktioniert immer!
Du kannst nicht verhindern leistungsfähiger und gesünder zu werden - außer indem Du Deine Kettlebell am Dachboden verstauben lässt.
ANMERKUNG: Vom erlernen der Kettlebell Techniken über youtube aus Büchern oder DVD's rate ich grundsätzlich ab. Es ist für Autoren schwierig ballistische Techniken gut zu beschrieben und selbst wenn das gelingt ist es noch schwieriger für den Leser das geschriebenen / gesehene 1:1 umzusetzen. Meine Erfahrung in bestimmt 40 Kettlebell Workshops die ich gehalten habe ist dass schon 30 Minuten mit einem qualifizierten Trainer ein tieferes Verständnis für eine Technik vermitteln können als Wochenlanges Selbststudium. Ein Trainer der sein Handwerk versteht bringt Dich in die Situation zu spüren wie sich eine Übung anfühlen muss - das schafft kein Buch oder Video der Welt. Da es leider noch viel zu wenig qualifizierte RKC-Kettlebell-Instruktoren in Deutschland bieten wir an den Wochenenden Sogenannte Enter the Kettlebell Kurse an - diese vermittlen in 3 Stunden nachweislich alles was Du brauchst um selbstständig mit dem Training loszulegen.
Die Kettlebell erlaubt, dank ihrer kompakten Form, natürliche Bewegungsmuster wie Sprünge und Schläge praktisch unverändert zu beladen. Nehmen wir zum Vergleich Maschinen, wie wir sie in Fitness Studios vorfinden: hier wird die Bewegung vollständig vom Gerät vorgegeben, in den meisten Fällen zwingt das den Übenden geringfügig vom natürlichen Bewegungsablauf abzuweichen - leider genügen diese geringfügigen Abweichungen meistens schon, um den Transfer zu natürlichen Bewegungsmustern zu schmälern. Selbst freie Gewichte könne der Kettlebell diesbezüglich nicht das Wasser reichen.
Wer mit der Kettlebell trainiert, wird garantiert höher springen, härter zuschlagen, länger durchhalten und mehr anwendbare Kraft zur Verfügung haben.
Die Kettlebell funktioniert immer!
- Du brauchst keine ausgeklügelten Programme.
- Du brauchst keinen Gerätepark.
- Du brauchst nicht mal eine Sauna um nach dem Training abzuschwitzen.
Du kannst nicht verhindern leistungsfähiger und gesünder zu werden - außer indem Du Deine Kettlebell am Dachboden verstauben lässt.
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| Der Get Up |
Die Kettlebell als Zeitmaschine
Wenn ich mich mit Leuten im Kraftraum des örtlichen Sportvereins unterhalte, höre ich öfter mal "Ja, als ich noch jünger war, da war ich noch fit" (manchmal sind meine Gesprächspartner jünger als ich). Bei mir ist das anders: Seit meinem 35. Lebensjahr werde ich jünger - zumindest wenn man das Alter an meiner physischen Leistungsfähigkeit misst. Das war das Jahr in dem ich die Kettlebell kennengelernt habe. Dinge, die ich mit Anfang 30 schon abgeschrieben hatte, wie den Spagat zu erlernen oder gesprungenen 360° Tritte im Tae Kwon Do sind mittlerweile schon Realität geworden und mein Horizont an Möglichkeiten ist noch immer endlos.
Auch bin ich der Meinung, dass mir, ohne das Kettlebell Training, ein Bruchtest mit vier Brettern (ca 12 cm Fichtenholz) bis heute nicht gelungen wäre.
Von den vielen kleinen Zipperlein, die man als aktiver Sportler so ansammelt und die ich mir mittlerweile alle dank Kettlebell wieder abtrainiert haben, will ich erst gar nicht anfangen.
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| Der Swing - Power aus der Hüfte |
Und so funktioniert's
- Besorge Dir eine hier Kettlebell.
- Erlerne hier oder hier die Hardstlyle Grundtechniken Swing und Getup.
- Übe die Techniken, bis sie Dir in Fleisch und Blut übergegangen sind.
- Wenn es leicht wird, besorge Dir eine schwerere Kettlebell.
- Achte auf perfekte Technik - hier kannst Du Deine Technik verbessern und neue Übungen lernen.
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Dienstag, 18. Februar 2014
Push Press und Jerk - die dynamischen Presses
Anfang letzten Jahres hatte ich in diesem Artikel schon mal einen kurzen Überblick über die sogenannten "Advanced Basics" gegeben - also die Übungen, die in Summe das Curriculum des RKC II ausmachen. Aus aktuellem Anlass will ich hier im heutigen Artikel etwas detaillierter auf die sogenannten "ballistischen Presses" eingehen.
Der aktuelle Anlass ist:
Der aktuelle Anlass ist:
- dass mein Workshop "Beyond the Big 6" in wenigen Wochen stattfindet.
- Und dass im September erstmals ein RKC II Kurs in Deutschland stattfinden wird.
Warum noch mehr Presses?
Erst einmal möchte ich ein paar Worte über Sinn und Unsinn der dynamischen Presses verlieren:
Sind Push Press und Jerk "besser" als ein Military Press?
Auf keine Fall! Der striktest mögliche Weg ein Gewicht Über-Kopf zu drücken ist der Military Press und damit der, der die meiste Körperkraft benötigt.
Warum dann "leichtere" Variante üben, wenn ich doch auch strikt pressen kann?
Das Stichwort hier heißt "specialised variety" also übersetzt spezialisierte Vielfältigkeit. Es bedeutet, dass es, gerade bei Oberkörper-Übungen, bessere Ergebnisse bringt, ein Bewegungsmuster mit verschiedenen Varianten immer wieder neu zu fordern, als immer und immer wieder die gleiche Übung zu wiederholen. Hierfür bieten Push Press und Co. gute Alternativen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Techniken es Dir ermöglichen, mit einer Kettlebell Presses zu trainieren, die eigentlich noch zu schwer für strikte Presses ist. Wenn Du eine Kettlebell nur einmal drücken kannst, hat sie in Deinem Trainingsplan nichts zu suchen - wer ständig auf seinem 1RM herumkaut, landet zwangsläufig in einem Plateau.
Braucht es noch mehr Gründe für die dynamischen Presses? - einen hab ich noch:
Push Press und Jerk machen einfach Spass!
Wer sollte Push Press und Jerk in sein Trainingsprogramm aufnehmen?
Kettlebell Anfänger jedenfalls nicht! Pavel Tsatsouline's Standpunkt ist: Sobald Du Dein halbes Körpergewicht mit einer Hand über Kopf drücken kannst. Ich persönlich wäre da nicht ganz so streng, würde aber empfehlen, dass mindestens einige saubere Military Presses mit 32 kg (Männer) bzw. 20 kg (Frauen) gehen sollten, bevor Du anfängst, Dich mit diesen Techniken zu beschäftigen. Diese Kettlebell Grössen beziehen sich auf den "durchschnittlichen" Athleten - 100+ kg Burschen sollten ruhig etwas höher einsteigen.
Warum sind ballistischen Presses denn nur was für Fortgeschrittene?
Das ist leicht zu erklären: je schneller eine Bewegung abläuft, um so weniger Möglichkeiten für "Kurskorrekturen" gibt es. Bei einem Military Press (und nicht maximalem Gewicht) hast Du die Möglichkeit, Deinen Bewegungsablauf zu analysieren und ggf. anzupassen. Ein Push Press oder gar Jerk läuft viel schneller ab, darum muss der Bewegungsablauf 100% passen.
Zum einen sind die Schultergelenke in akuter Gefahr, wenn eine schwere Kettelebell aus dem Gleichgewicht kommt (fallen lassen und zur Seite springen!), zum anderen kann die Wirbelsäule schaden nehmen, wenn der Rumpf nicht genug stabilisiert ist, um den von den Beinen generierten Impuls an die Kettlebell weiter zu geben.
Die ballistischen Presses erklärt
Wie immer an dieser Stelle in solchen Artikeln weise ich darauf hin, dass es keine gute Idee ist, dynamische Bewegungsabläufe aus Büchern, Blog-Artikeln oder Youtube -Videos zu lernen. Wer einen Bewegungsablauf nicht kennt, hat keinen Bezugsrahmen, um festzustellen, ob das, was er tut richtig und vor allem sicher ist. Deine Gesundheit ist ein zu wertvolles Gut, um sie durch Versuch und Irrtum aufs Spiel zu setzen. Such Dir einen qualifizierten Trainier oder komm zu meinem Workshop, wenn Du diese Techniken lernen willst!
So genug der Vorrede - jetzt kommen wir zur Sache!
So genug der Vorrede - jetzt kommen wir zur Sache!
Die Idee hinter beiden ballistischen Presses ist ganz einfach die, dass die Beine ein vielfaches stärker sind als die Arme bzw. Schultern. Diese Kraft nutzen wir, um der Kettlebell Schwung für den Press zu geben. Beim Push Press ist es ein einmaliger Inpuls aus den Beinen mit anschließendem Auspressen, beim Jerk wird durch einen zweiten Impuls aus den Knien jegliches Drücken überflüssig. Voraussetzung hierfür ist, dass die Kraft, die die Beine erzeugen, auch an die Kettlebell weitergeleitet wird und nicht irgendwo im Oberkörper verpufft. Das bedeutet der Rumpf muss extrem stabil sein.
Der Bump
Der Bump ist der erste Impuls, den die Kettlebell bekommt. Das Muster ist eine kurze (ca.1/4 ROM), langsame Kniebeuge mit einem explosiven Aufstehen. Also LANGSAM runter - SCHNELL rauf. Wenn Dein Rumpf dabei ausreichend stabil ist, sollte die Kettlebell so weit hochkatapultiert werden, dass der Griff etwas über Augenhöhe landet. Gelingt Dir das nicht, heißt es weiter üben und Rumpfstabilität verbessern.
Das folgende kurze Video sollte das Prinzip anschaulich machen.
Fange die fallende Kettlebell mit den Knien auf.
Der Push Press
Der Push Press ist ein Zwitterwesen, die erste Hälfte ist ballistisch, die zweite Hälfte ein strikter Press. Dass Du mit dieser Technik trotzdem mehr Gewicht über den Kopf drücken kannst als mit einem Military Press liegt daran, dass Du den "sticking point", also den Punk des grössten Widerstands schon überwunden hast, wenn Du anfängst zu drücken. Beim Push Press ist es nicht erlaubt, dass die Knie sich noch einmal beugen, wenn sie erst mal durchgestreckt sind.
Eine Variante ist der von Kenneth Jay erfundene Viking Push Press, bei dem die Kniebeuge, mit der die Kettlebell nach dem Press wieder abgebremst wird, dazu verwendet, die Kugel gleich wieder hoch zu schleudern. Diese Version ist ein ziemlich guter "Burner" und eignet sich mit leichteren Hanteln gut für's Conditioning.
Das Folgende Video die herkömmliche Version mit einer und zwei Kugeln.
Der Jerk
Beim Jerk findet, anders als beim Push Press, überhaupt kein aktiver Press mehr statt. Das bedeutet nicht, dass der Jerk nicht einen Einfluss auf Dein Kraft beim Überkopf-Drücken hätte - nur spürst Du es während der Übung nicht (vielleicht aber am nächsten Tag ;-). Sobald die Kettlebell die Energie aus dem Bump verbraucht hat, fällst Du wieder in eine 1/4 Kniebeuge und streckst dabei den oder die Arme - je nachdem, ob Du mit ein oder zwei Kettlebells arbeitest. Anschließend kannst Du Dir Zeit lassen und mit der Kugel im Lockout aufzustehen. Der Rhythmus bei Jerk ist: LANGSAM runter, SCHNELL rauf, SCHNELL runter und LANGSAM wieder rauf. Im Video wird schnell klar was ich meine.
Schlusswort
Push Press und Jerk sind für erfahrene Kettlebeller mit den entsprechenden körperlichen Voraussetzungen eine gute Ergänzung um Ihren Press weiter zu steigern oder ihrem Training eine weitere Dimension hinzuzufügen. Für Anfänger mit der Kettlebell sind diese Übungen ungeeignet. Keinesfalls ist der Push Press eine "leichte" alternative zum Military Press.
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Montag, 3. Februar 2014
Ein Experiment: Trainieren mit Andy Bolton (Weltklasse Kraftdreikämpfer)
Es ist schon ein seltsames Gebilde, dass wir so Tag für Tag zusammen stückeln und dass wir dann "Leben" nennen.Wenn Du mich vor 10 Jahren gefragt hättest, ob ich Krafttraining mache, hätte ich Dir im Brustton tiefster Überzeugung erklärt, dass Kampfsportler das nicht brauchen, weil sie ja so schon genug trainieren - auch heute noch eine verbreitete Meinung, gerade im klassischen Kampfsport. Als ich vor etwa 6 Jahren dann zufällig die Kettlebell kennengelernt habe, war mir sofort klar, dass diese einen dramatischen Einfluss auf meine weitere Sportler-Karriere haben würde. Dass ich wenige Jahre später einer von einer Hand voll Leute sein würde, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diese vergessene Kunst in Deutschland wieder bekannt zu machen, hätte ich aber damals auch noch nicht gedacht.
Mein Weg hat mich mittlerweile zu vielen spannenden Kursen rund um das Thema Training und Bewegung geführt. Einer der letzen war der Strong First Lifter Kurs in Italien. An diesem haben Pavel und Doc Hartle mich mit einem neuen Virus infiziert: Der Langhantel. Leider konnte ich diesen Kurs nicht erfolgreich zertifizieren, da ich erst wenige Monate vorher angefangen habe, überhaupt Kreuzheben und Co. zu trainieren - aber was nicht ist, kann ja noch werden ;-)
Im Zuge meiner Studien auf diesem für mich neuen Gebiet, bin ich fast zwangsläufig über Andy Bolton gestolpert. Sein zusammen mit Pavel verfasstes Buch Deadlift Dynamite war es, das ursprünglich mein Interesse für Langhantel Training geweckt hat.
Andy ist - und das ohne jede Übertreibung - einer der derzeit stärksten Kraftdreikämpfer der Welt.
Seine Rekorde sprechen eine mehr als deutliche Sprache:
Das Programm ist klassisch aufgeteilt:
Mein Weg hat mich mittlerweile zu vielen spannenden Kursen rund um das Thema Training und Bewegung geführt. Einer der letzen war der Strong First Lifter Kurs in Italien. An diesem haben Pavel und Doc Hartle mich mit einem neuen Virus infiziert: Der Langhantel. Leider konnte ich diesen Kurs nicht erfolgreich zertifizieren, da ich erst wenige Monate vorher angefangen habe, überhaupt Kreuzheben und Co. zu trainieren - aber was nicht ist, kann ja noch werden ;-)
Wer ist Andy Bolton?
Der Erste Mensch, der mehr als 1000 lbs (453,59 kg) gegezogen hat
| Andy beim Kreutzheben (441 kg) |
Im Zuge meiner Studien auf diesem für mich neuen Gebiet, bin ich fast zwangsläufig über Andy Bolton gestolpert. Sein zusammen mit Pavel verfasstes Buch Deadlift Dynamite war es, das ursprünglich mein Interesse für Langhantel Training geweckt hat.
Andy ist - und das ohne jede Übertreibung - einer der derzeit stärksten Kraftdreikämpfer der Welt.
Seine Rekorde sprechen eine mehr als deutliche Sprache:
- Stärkster Kraftdreikämpfer Europas
- 7 mal WPC Weltmeister, 2 mal WPO Gewinner, 15 mal britischen Meister, 7. Platz auf der Arnold Classic Strongman Competition
- 1 von nur 13 Menschen die im Wettkampf mehr als 410kg/900lbs gezogen haben (Kreuzheben)
- 33 mal über 410kg/900lbs Kreuzheben auf einem Wettkampf
- Erster Mensch der je über 1000lbs gezogen hat (Guinness Welt Rekord, 1003lbs und 1008lbs im Wettkampf)
- 1 von nur 5 Menschen die je eine Kniebeuge mit mehr als 545kg/1200lbs geschafft haben (Drittstärkste Kniebeuge aller Zeiten mit 550.5kg/1213.6lbs)
- Das drittbeste Gesamtergebnis aller Zeiten (2806lbs/1273kg)
Ich wollte schon immer ein paar Monate mit einem echten Weltklasse Athleten trainieren!
Da Andy in UK lebt und ich meine Familie und mein Studio nicht so ohne weiteres einige Wochen alleine lassen kann, war natürlich an ein echtes physisches Training mit Andy nicht zu denken. Seine Workshops, die er gelegentlich anbietet, haben bisher leider auch nie in meinen Terminplan gepasst. Zum Glück gibt es das Internet - denn so konnte ich in den Genuss von Andys Online Coaching kommen.
Da ich ja selbst ebenfalls Online Coachings anbiete weiß ich das es funktioniert. Auch als Trainier braucht man selbst immer wieder Unterstützung im eigenen Training - am besten von jemandem, der mehr Erfahrung hat wie man selbst.
Kurz vor Weihnachten habe ich mir dann selbst ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gemacht und 12 Wochen Training mit Andy gebucht. Am Montag starte ich in die achte Woche und ich kann Euch sagen - es hat sich voll gelohnt!
Meine Ziele
Ich möchte mein Kreuzheben auf 2x Körpergewicht bringen und meinen Presses horizontal und vertikal verbessern. Derzeit ist mein Kreuzheben bei peinlichen 1,5x Körpergewicht und mein Press im Bankdrücken bei 95 kg, im Military Press mit der Kettlebell, da schon länger nicht mehr geübt, vermutlich knapp unter halb - die 40 wird wohl noch gehen.
Meine Herausforderung, an der es bisher immer gescheitert ist, mein Kreuzheben über die 1,5x BW Marke zu bringen, ist ein kleines Problemchen im linken Iliosakralgelenk, das gelegentlich beim Kettlebell und praktisch immer beim Langhantel-Training aufgetreten ist. Ja, je grösser das Gewicht, um so deutlicher wird das Feedback, was in der Bewegung schief läuft.
Die ersten PRs sind schon in Woche 4 gepurzelt, wenn auch kleinere.
Andy's Programm
Andy hat mir mit einfachsten technischen Mitteln ein Programm ausgearbeitet, das mir erlaubt hat, seit 8 Wochen ohne jegliche Komplikation 3 mal wöchentlich die Langhantel zu "schwingen".
Das Programm ist klassisch aufgeteilt:
- Am ersten Tag dominiert der Oberkörper: mit einigen Variationen des Bankdrückens und des Military Press.
- Am zweiten Tag kommen Kniebeuge und natürlich das Kreuzheben dran.
- Der dritte Tag ist ein Assistance Day mit ein bisschen von beidem.
Technik zu finden. Andy's Programm ist sehr ausgewogen und berücksichtigt immer sowohl Protagonisten als auch den Antagonisten, dafür setzt er einiges an unterstützenden Übungen ein - unter anderem mit der Kettlebell. Er steigert die Trainingsbelastung nicht immer auf die gleiche weise - mal geht das Gewicht hoch, dann die Zahl der Wiederholungen und in der Woche drauf die Zahl der Sätze.
Ich habe in den letzten 7 Wochen einiges Neues über Programm Design gelernt, kann ich Euch sagen.
Fazit
Ich bin gespannt, was mir die kommenden 5 Wochen noch bringen werden. Alles in allem hat Andy es geschafft mir, ohne mich einmal persönlich zu sehen, ein abgerundetes Programm zu erstellen, das sich richtig gut anfühlt. Wer, wie ich ebenfalls mit der Langhaltel "spielt", kann bestimmt davon profitieren sich mal auf Andy's Webseite umzuschauen: http://www.andyboltonstrength.org.
Labels:RKC | 3
Kommentare
Donnerstag, 30. Januar 2014
In-STABILITY Training
Aus aktuellem Anlass ein paar Worte zum sogenannten Instability Training - neudeutsch für Training auf instabilem Untergrund.
Am Tag vor Weihnachten war ich im Kraftraum um vor den Feiertagen noch eine Trainingseinheit zu absolvieren. Ich war nicht der einzige der diese Idee hatte, nur das man die meisten anderen sonst nie zu sehen bekommt ;-)
Da stehe ich also vor dem Powerrack und mache meine drei Sätze Barbell-Rows (Rudern mit der Langhantel) nach dem Kreuzheben als meine Nachbarin am zweiten Powerrack, plötzlich mit lautem Getöse von ihrem Balance Board kippt. Die Dame war geschätzte mitte 60 und hat sich wie ich später erfahren habe tatsächlich den Oberschenkelhals gebrochen - schönes Weihnachtsgeschenk!
Seitdem fallen mir praktisch bei jedem besuch im Kraftraum potentielle Kandidaten für solche Verletzungen auf. Ich habe es natürlich auch schon probiert, und fand es durchaus interessant - aber um so etwas ohne guten Grund in meinem Trainingsplan einzubauen wäre es mir zu riskant.
So ähnlich lief auch der Unfall ab von dem ich erzählt habe - nur ohne das aufstehen am Ende:
Am Tag vor Weihnachten war ich im Kraftraum um vor den Feiertagen noch eine Trainingseinheit zu absolvieren. Ich war nicht der einzige der diese Idee hatte, nur das man die meisten anderen sonst nie zu sehen bekommt ;-)
Da stehe ich also vor dem Powerrack und mache meine drei Sätze Barbell-Rows (Rudern mit der Langhantel) nach dem Kreuzheben als meine Nachbarin am zweiten Powerrack, plötzlich mit lautem Getöse von ihrem Balance Board kippt. Die Dame war geschätzte mitte 60 und hat sich wie ich später erfahren habe tatsächlich den Oberschenkelhals gebrochen - schönes Weihnachtsgeschenk!
Seitdem fallen mir praktisch bei jedem besuch im Kraftraum potentielle Kandidaten für solche Verletzungen auf. Ich habe es natürlich auch schon probiert, und fand es durchaus interessant - aber um so etwas ohne guten Grund in meinem Trainingsplan einzubauen wäre es mir zu riskant.
So ähnlich lief auch der Unfall ab von dem ich erzählt habe - nur ohne das aufstehen am Ende:
Die Idee hinter dem Instability Training
Beim Instability Training - egal mit welchem Gerät machen wir uns den Effekt zu nutze dass das Nervensystem bei unsicheren Verhältnissen die Kraft reduziert die ein Sportler ausüben kann. So fühlt sich eine Hantel die normalerweise als leicht empfunden wird plötzlich schwerer an. Wenn ich also nomalerweise locker eine 36 kg Kettlebell pressen kann, fühlt sich auf dem Wackelbrett schon die 24 kg super schwer an. Je instabiler der Untergrund um so stärker der Effekt.
Leider unterliegen die meisten die diese Art zu trainieren betreiben dem Denkfehler dass die auf diese Weise ihre Maximalkraft trainieren können. Das ist leider nicht ganz richtig. Das Training auf instabilem untergrund hat nur unter der Bedingung einen Übertrag auf die Maximal-kraft wenn der Übungsablauf ansonsten komplett identisch ist. So etwas lässt sich temporär nutzen um ein Plateau zu überwinden, aber nicht als Ersatz für das Training mit schweren Gewichten.
Leider unterliegen die meisten die diese Art zu trainieren betreiben dem Denkfehler dass die auf diese Weise ihre Maximalkraft trainieren können. Das ist leider nicht ganz richtig. Das Training auf instabilem untergrund hat nur unter der Bedingung einen Übertrag auf die Maximal-kraft wenn der Übungsablauf ansonsten komplett identisch ist. So etwas lässt sich temporär nutzen um ein Plateau zu überwinden, aber nicht als Ersatz für das Training mit schweren Gewichten.
Das Chance-Risiko Verhältnis
Wer also bei jeder Gelegenheit auf Bosu-Ball, Rollenbrett, TRX oder einem der zahllosen anderen Geräte die es in diesem Bereich gibt steht trainiert Stabilität (und damit Kraft) als ganzes, sondern nur seine Stabilität wenn er eben auf so einem Ding steht - ein Übertrag auf andere Situation ist besten falls Zufall.
Zudem kommt noch der Effekt dass wir Menschen dazu neigen Risiken an die wir uns gewöhnt haben aus den Augen zu verlieren - und das kann wie meine einleitende Geschichte illustriert fatale Folgen haben.
Bei vielen dieser Geräte gilt:
Zudem kommt noch der Effekt dass wir Menschen dazu neigen Risiken an die wir uns gewöhnt haben aus den Augen zu verlieren - und das kann wie meine einleitende Geschichte illustriert fatale Folgen haben.
Bei vielen dieser Geräte gilt:
"wenn etwas schief geht, dann plötzlich!"Gerade jemand der so oft geübt hat dass er beginnt sich sicher zu fühlen, hat somit das grösste Risiko sich zu verletzen.
Einsatzfelder für Instability Training
Wie oben schon erwähnt kann Training auf wackligen Untergründen dazu genutzt werden um Plateaus zu überwinden - aber nur wenn die Bewegungsablauf identisch wie bei der eigentlichen Übung ausgeführt wird.
Kenneth Jay erklärt in Seinem Buch "Perfecting the Press" einige Plateau Breaker-Übungen für den Military Press die auf diesem Prinzip basieren.
Des weiteren hat Harald, seines Zeichens Experte für alles was mit Lauferei zu tun hat, mir berichtet dass Cross-Country-Läufer sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben.
Jeder Sportler, der bei der Ausübung seiner Sportart mit unsicheren Untergründen rechnen muss oder bei dem es auf besondere Agilität ankommt kann sicherlich von ein paar Einheiten auf Bosu Ball, Slackline, TRX und Co. profitieren.
Auch für FMS Korrektur-Übungen lässt es sich sinnvoll einsetzen.
3 Voraussetzung für erfolgreichen Einsatz ist:
1. Der Sportler braucht eine gute Grundlagen an Kraft und Stabilität - wer schon Schwierigkeiten hat seinen Körper bei einer normalen Liegestütze stabil zu halten oder wer bei einer Kniebeuge einen krummen Rücken bekommt hat nichts auf unstabilen Untergründen zu schaffen.
2. Weniger ist mehr - Unser Nervensystem ist sehr gut darin sich auf neue Situationen einzustellen, darum reichen meist schon wenige kurze Session um den gewünschten Effekt zu erzielen. Mehr ist nicht mehr, sonder nur riskanter.
3. Nur in ausgeruhtem Zustand - Wie oben schon erwähnt: wenn etwas schief geht, dann plötzlich. Darum sollten solche Übungen keinesfalls in ein Workout eingebaut werden oder ans Ende des Training angeflanscht werden. Gleich am Anfang einer Trainingssession nach einem leichten Aufwärmtraining ist der richtige Zeitpunkt.
Fazit
Training mit unsicheren Untergründen sollte weder exklusiv noch als Ersatz für richtiges Krafttraining ausgeübt werden.
Wer noch keine gute Basis von Stabilität und Kraft mitbringt sollte lieber die Finger davon lassen und sich diese erst mit sinnvollem Krafttraining erarbeiten.
Bei Fortgeschrittenen Athleten kann es als Ergänzung zu normalen Programm durchaus Trainingsfortschritte begünstigen. Beim Einsatz sollte man sich aber der Risiken bewusst sein.
PS: Wer jetzt erst mal seine Kraft und Körperspannung verbessern will ist hier oder hier richtig aufgehoben.
Wer noch keine gute Basis von Stabilität und Kraft mitbringt sollte lieber die Finger davon lassen und sich diese erst mit sinnvollem Krafttraining erarbeiten.
Bei Fortgeschrittenen Athleten kann es als Ergänzung zu normalen Programm durchaus Trainingsfortschritte begünstigen. Beim Einsatz sollte man sich aber der Risiken bewusst sein.
PS: Wer jetzt erst mal seine Kraft und Körperspannung verbessern will ist hier oder hier richtig aufgehoben.
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