Mittwoch, 12. Juni 2013
Welcher Sportler braucht Krafttraining?
Am letzte Wochenende hatte ich auf einem Workshop zum Thema Langhantel-Training wieder einmal die Gelegenheit mit einer großen Zahl von Trainerkollegen aus anderen Sportarten zu sprechen. Ein Gespräch ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Mein Gesprächspartner war ein MMA Trainer und meine Frage an ihn lautete: "Wie lange brauchen Deine Anfänger, um zu erkennen, dass sie Krafttraining brauchen?" - seine Antwort war kurz und bündig: "Zwei Tage."
Warum war das für mich so bemerkenswert? Ganz einfach - ich habe mehr als 10 Jahre für die gleiche Erkenntnis gebraucht und ich bin in meinem Sport, dem klassischen Tae Kwon Do, einer der schnelleren ;-).
Woher kommt dieser extreme Unterschied in der Wahrnehmung bei Sportlern verschiedener Disziplinen?
In meinem Sport trainieren wir ohne Körperkontakt und wir haben keine Wettkämpfe im MMA-Training ist es genau anders herum. Ich würde sagen, wir haben hier, obwohl beides Kampfsportarten sind, so ziemlich die beiden extremsten Beispiele gefunden. Ein MMA Schüler bekommt bei seinem ersten Sparring das unmittelbare Feedback, wie wichtig Körperkraft in seinem Sport ist; eine klassischer Kampfsportler wie ich kann grundsätzlich sein Leben lang trainieren ohne zu der Erkenntnis zu kommen, das Krafttraining ihn in seinem Sport weiterbringen würde.
| Im kontaktlosen Kampfsport wir die Notwendigkeit eines unterstützenden Krafttrainings gerne übersehen. |
Welche Sportarten brauchen also nun ein zusätzliches Krafttraining?
Meine Antwort ist kurz und bündig: Alle!
Während ich das schreibe kann ich förmlich sehen, wie einige von Euch, meine lieben Leser, gerade vom Bildschirm abrücken und sich laut ein "Ja aber..." in euren Köpfen formt.... Bevor Ihr weiter klickt, lasst mich die Antwort ausführen:
Vier Gründe warum jeder Krafttraining machen kann:
Aus mir kaum verständlichen Gründen spreche ich recht häufig mit Leuten über Sport und Training ;-). Ich mag solche Gespräche und erfahre dabei oft interessante Details und Erfahrungen von anderen. Leider gibt es immer wieder Gespräche, die mich nachdenklich oder ein bisschen traurig hinterlassen. Das geschieht in der Regel, wenn mein Gesprächspartner versucht mir zu erklären, warum Krafttraining für ihn oder ganz allgemein eine schlechte Idee ist.
Hier meine Atworten auf einige der Argumente:
Kraftraining ist gesund für den Rücken
Aus meiner Sicht ist der Ausdruck 'Krafttraining' durch das typische Body-Builder- Image belegt und es wäre besser es mit dem zu beschreiebn, was bei einem solchen Training geschieht: "Rumpfstabilitäts- und Krafttraining" - aber ich gebe zu das ist etwas sperrig.
Jeder qualifizierte Krafttrainer kann dir beibringen, wie Du richtig hebst ohne Deinen Rücken zu überfordern. Skeptsich solltest Du werden, wenn dir Beinpresse oder die Schmetterlingsmaschine empfohlen werden - diese haben durchaus ihre Anwendungen, wenn auch eher im kosmetischen Bereich. Unter den Gewichthebern findest Du kaum einen (der es ernsthaft betreibt) der Rückenprobleme hat.
Jeder qualifizierte Krafttrainer kann dir beibringen, wie Du richtig hebst ohne Deinen Rücken zu überfordern. Skeptsich solltest Du werden, wenn dir Beinpresse oder die Schmetterlingsmaschine empfohlen werden - diese haben durchaus ihre Anwendungen, wenn auch eher im kosmetischen Bereich. Unter den Gewichthebern findest Du kaum einen (der es ernsthaft betreibt) der Rückenprobleme hat.
Durch die ballistischen Übungen im Kettlebell Training wird weniger die Maximalkraft als die Kraftausdauer Deiner Rückenmuskulatur gefördert, was laut Dr. Stuart Mc Gill, einem weltweit führenden Biomechaniker, Rückenproblemen noch besser vorbeugt als herkömmliches Hanteltraining.
| Wer gelernt hat seinen Rücken unter Belastung zu stabilisieren verringert das Risiko von Rückenbeschwerden beträchtlich |
Krafttraining geht in jedem Alter
Es gibt keinen Grund warum Krafttraining nicht auch von Senioren betrieben werden könnte. Das Startgewicht und das Entwicklungspotential ist hier zwar niedriger aber trotzdem können auch ältere Herrschaften von einem gut strukturierten und an ihre Bedürfnisse angepassten Training profitieren.
Kettlebells sind, im Vergleich zu traditionellen Hanteln, eher leicht, was einen Einstieg auf jedem Niveau möglich macht - durch die Beschleunigung bei den ballistischen Übungen entsteht ein sehr natürliches Belastungsmuster - und ein vergleichsweise starker Trainingsreiz.
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| Angela Craig SFG II |
Krafttraining kostet kaum Trainingszeit
Mit der Kettlebell kannst Du schon in 60 Minuten (3*20 Min) pro Woche bereits viel erreichen. Wer sich diese 1 Stunden in der Woche nicht freischaufeln kann hat mein Mitgefühl: ich rate dazu jetzt schon in einen guten Krankenkassen-Tarif zu wechseln, da ein Wechsel nach dem ersten Schlaganfall wesentlich teurer und schwieriger wird.
Krafttraining macht nicht schwer und langsam.
Ein weiteres weit verbreitetes Missverständnis ist, dass Krafttraining einen zwangsläufig:
- A aussehen lässt wie Arnold Schwarzenegger und
- B zu Bewegungen im Terminator-Modus führt.
Für die Damenwelt kann ich hier gleich doppelt Entwarnung geben: Euch fehlt ein wichtiges Hormon, um grosse Muskeln wachsen zu lassen - das Testosteron. Wer dieses nicht künstlich zuführt wird als Frau selbst bei intensivstem Training keine Muskelberge entwickeln.
Glaubt mir Mädels: die Burschen die nur auf Frauen stehen, denen man das "schwache Geschlecht" ansieht, wollt ihr eh nicht haben ;-.
Viele haben auch Angst langsam und unbeweglich zu werden. Auch hier kann ich Euch beruhigen solange ihr nicht Muskelberge anhäuft, die verhindern, dass ihr Eure Arme an den Körper anlegen könnt, braucht ihr Euch keines Sorgen zu machen.
Auch das mit dem Langsam werden ist ein Missverständnis: Wenn Du einem Kraftsportler bei einem schweren Lift zuschaust, sieht es vielleicht langsam aus - weil das Gewicht eben hoch ist. Mit geringerem Gewicht sind diese Burschen sogar extrem explosiv. Einige Gewichtheber im Schwergewicht sind in der Lage aus dem Stand über einen Meter senkrecht in die Höhe zu springen - versuch es mal ;-).
Auch das mit dem Langsam werden ist ein Missverständnis: Wenn Du einem Kraftsportler bei einem schweren Lift zuschaust, sieht es vielleicht langsam aus - weil das Gewicht eben hoch ist. Mit geringerem Gewicht sind diese Burschen sogar extrem explosiv. Einige Gewichtheber im Schwergewicht sind in der Lage aus dem Stand über einen Meter senkrecht in die Höhe zu springen - versuch es mal ;-).
Vor allem unsere ballistischen Kettlebell Übungen fördern Explosivität und Schnelligkeit
Vier Gründe warum jeder Krafttraining machen sollte:
So, wir haben die gängigsten Argumente gegen Krafttraining behandelt - jetzt will ich Dir erklären, warum Du (wie alle anderen auch) keinesfalls auf ein regelmäßiges Krafttraining verzichten solltest. Es spielt keine Rolle, ob Du aktiver Sportler bist oder bisher eher zu wenig Bewegung bekommst.
Krafttraining steigert die Maximale Kapazität
Ich möchte diesen Punkt anhand eines Vergleichs zum Auto erklären: Nehmen wir an Dein Arbeitweg beträgt 100 km, das meiste davon Autobahn. Dein leicht in die Jahre gekommener Golf hat 75 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Natürlich versuchst Du die tote Zeit, die Du jeden Tag auf der Autobahn verbringst, minimal zu halten und fährst darum auf dem Autobahnstück meistens140 km/h - als mit 94% der maximalen Leitungsfähigkeit Deines Fahrzeugs. Dein Chef hat Mitleid mit Dir und Du bekommst einen Firmenwagen (neuer BMW 150 PS / 210 km/h Spitze). Weil Du es so gewöhnt bist und der Verkehr ohnehin nicht viel mehr zulässt, fährst Du weiterhin etwa 140 km/h und belastest Dein neues Auto damit gerade mal zu 66 %. Welches Fahrzeug glaubst Du würde diese Belastung länger durchhalten? Welches würde dabei mit weniger Sprit auskommen?
Jetzt kommt der Bezug zum Krafttraining: Wenn Du kein dediziertes Training machst, das Deinem Motor ein paar PS mehr verschafft, dann wird Deine Maximale Kapazität immer nahe an dem liegen, was Alltag und dein gewählter Sport Dir abverlangt. Bei all Deinen Aktivitäten bist Du also in der 90 % Zone unterwegs.
Mit richtigem Krafttraining kannst Du Deinen PS Zahl steigern und somit die gleichen Aktivitäten mit wesentlich geringerer Belastung für Deinen Körper ausüben. Diesen Effekt merken übrigens vor allem Ausdauer-Sportler die mit dem Krafttraining beginnen.
Krafttraining stärkt die hintere Muskelkette
Unser heutiger Lebensstil vernachlässigt die hintere Muskelkette (Posterior Chain) - einer der Gründe für die Rückenscherzen-Epidemie, die wir allerorts beobachten. Die meisten von uns verbringen Ihren Alltag zu einem guten Teil im Sitzen - eine Haltung die ein Verkürzen der vorderen und ein "Ausleiern" der hinteren Muskelkette fördert. Das geht so weit, dass die hintere Kette praktisch nicht mehr angesteuert wird.
Unser Bewegungsapperat ist darauf angewiesen, dass alle vier Muskelketten zusammenarbeiten, um die Integrität das Gesamtsystems zu erhalten. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, müssen andere Ketten für die inaktive einspringen, was zu Haltungsschäden, Bewegungseinschränkungen und häufig Beschwerden führt.
Mit Krafttraining lässt sich diese Disbalance leicht ausgleichen - besonders für Anfänger im "Spiel mit dem Eisen" ist die Kettlebell ein hervorragender Übungsgrund.
Krafttraining mach Widerstandsfähiger
Dass Krafttraining uns eine Sicherheitsreserve verschaffen kann, um Verletzungen zu vermeiden, haben wir weiter oben schon erörtert.
In neuesten Untersuchungen beginnen die Forscher langsam das Zusammenspiel zwischen Skelettmuskulatur und dem Immunsystem zu begreifen - mache gehen sogar so weit die Muskulatur als Bestandteil des Immunsystems zu begreifen.
Aber nicht nur auf die körperliche Gesundheit hat regelmäßige Bewegung positive Einflüsse in dem Buch Spark: The Revolutionary New Science of Exercise and the Brain (Leseempfehlung) erklärt John J. Ratey die weitgreifenden Einflüsse auf die geistige Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
Krafttraining bekämpft Assymetrien
Einige Sportarten, wie beispielsweise Golf oder Tennis, trainieren den Körper sehr einseitig. Wer solche Sportarten über längere Zeit exklusiv ausübt, der muss damit rechnen teilweise extreme Disbalancen zu entwickeln, wenn nicht gezielt gegen gesteuert. Solche Disbalancen fördern Haltungsfehler, Vergrößerungen das Risiko sich zu verletzen und können massive Bewegungseinschränkungen zur folge haben.
Ein Beispiel hierfür habe ich in einem meiner Kettlebell Seminare selbst erlebt: Zwei professionelle Golflehrer hatten sich angemeldet. Beiden in den Zwanzigern, athletisch - Sportler eben. Als ich dann begann den Turkish Get Up zu unterrichten zeigte sich ein recht extremes Phänomen: Sportler haben in der Regel kaum Schwierigkeiten den Get Up mit einer leichten Kettlebell zu erlernen - untrainierte haben hier oft große Schwierigkeiten. Zunächst sah alles ganz gut aus, die beiden Golf Lehrer machten ihren Get Up mit der rechten Hand wie ich es erwartet hatte: ohne grössere Probleme. Nach dem Wechsel auf die linke Seite änderte sich das Bild: einer der beiden war nicht in der Lage die Übung mit einer Kettlebell auf dieser Seite auszuführen, der andere schaffte es nur knapp. Der Unterscheid zwischen den beiden Seiten war so massiv, das es fast den Eindruck machte mit verschiedenen Menschen zu arbeiten, je nachdem in welcher Hand sie gerade Ihre Kettlebell hielten. Diese Entwicklung wäre mit minimalem Zeitaufwand im Kraftraum zu verhindern gewesen.
Fazit
Wenn Du schon Krafttraining machst: Glückwunsch zu dieser Entscheidung, weiter so!
Wenn nicht: jetzt ist die Zeit damit anzufangen. Ich empfehle ein Enter the Kettlebell Seminar als optimaler Einstieg in das hocheffektive RKC Kettlebell Trainingssystem. Voraussetzungen gibt es keine - Sportler,Wiedereinsteiger Anfänger können gleichermaßen profitieren.
Vielleicht sehe ich Dich ja dort!
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Mittwoch, 29. Mai 2013
Sechs Übungen - tausend Möglichkeiten
Ich selbst kenne die RKC und das zugehörige Trainingsprogramm seit 2009, hatte aber die Gelegenheit mit einem alte Hasen Senior RKC Michael A. Krivka zu sprechen. Michael war bei einem der ersten RKC Instruktorenkurse überhaupt dabei. Er erzählte mir dass ursprünglich 22 oder 23 Übungen gelehrt wurden, später wurde auf ca. 18, dann auf 12 reduziert. Heute sind es nur mehr sechs. Seit einiger Zeit habe ich sogar den Eindruck, dass es eigentlich noch weniger Übungen - eher mehr Variationen sind.
Im Hardstyle Kettlebell arbeiten wir darum ganz bewusst gegen das natürliche Bedürfnis unseres Körpers oft wiederholte Bewegungen einschleifen zu lassen und sie dadurch weicher und energiesparender auszuführen. Unser Training soll einen Gegenpol zu unserem heute nicht mehr "artgerechten" Lebensstil setzen. Wir müssen in wenigen Minuten täglich dem Körper genügend Bewegungsreize vermitteln, damit er nicht degeneriert, sondern sich aufbaut.
Wenn wir so komprimiert trainieren wollen, würde die natürliche Tendenz unseres Körpers durch Optimierung der Bewegungsabläufe Energie zu sparen, schnell jeglichen Fortschritt auffressen.
Es braucht also exakte klar definierte und optimierte Bewegungsabläufe, die uns erlauben maximale Kraft auszuüben ohne Trainingsverletzungen zu riskieren.
Wir teilen die Big Six in zwei Kategorien ein: die Grinds und die Ballistics. Beide sind wichtig, um einen ausgewogenen Athleten zu schmieden, aber die Gewichtung macht es.
Du lernst durch Grind Übungen aus Körperspannung Kraft zu erzeugen. Dein Körper wird zu einer kraftvollen Einheit.
In diese Katgorie gehören: der Press, der Squat, der Turkish Get Up (in gewisser Weise) und das Kreuzheben (für uns die nicht ballistische Variante des Swings). Auch Übungen mit herkömmlichen Hanteln und viele Eigenkörpergewichts-Übungen fallen in diese Kategorie.
Die Kettlebell bietet hier duch den ausserhalb des Griffs gelegenen Schwerpunkt (Exzentrizität) einen zusätzlichen Freiheitsgrad. Dieser macht sich dadurch bemerkbar, dass Kraft, die Du Dir mit der Kettlebell erarbeitet hast, sich sehr gut auf andere Situationen bzw. Trainingsgeräte anwenden lässt - die Definition von funktionalem Training. Wer beispielsweise sein Körpergewicht in Form von zwei Kettlebells über Kopf drücken kann, der wird mit einer gleich schweren Langhantel kaum Probleme bekommen - umgekehrt sieht die Situation anders aus. Ich habe zum Beispiel bei meinem aller ersten Versuch im Bankdrücken ohne grössere Probleme mein eigenes Körpergewicht drücken können - obwohl ich da noch keine Ahnung von der Technik hatte.
Die zweite und Kettlebell exklusive Kategorie sind die ballistischen Übungen. Hier wird das Gewicht beschleunigt, fliegt für einen gewissen Zeitraum bis die gespeicherte kinetische Energie verbraucht ist und muss dann vom Girevik wieder abgefangen werden. Bei solchen Übungen arbeiten wir mit kleineren Gewichten (da durch die Beschleunigung ja zusätzliche sog. virtuelle Masse erzeugt wird) und höheren Wiederholungszahlen.
Swing, Clean und Snatch heissen unsere ballistischen Wunderwaffen. Kein anderes Trainingsgerät kann sich in dieser Disziplin mit unseren Kettlebells messen.
Die Kraft wird bei allen drei Übungen durch den grossen Gesässmuskel erzeugt und in dem Moment in dem die Hüfte vollständig durchgestreckt wird (Lockout) auf die Kugel übertragen. Der Rumpf bleibt angespannt damit die Kraft übertragen werden kann. Die Arme verhindern nur, dass die Kugel wegfliegt oder führen sie ins Rack oder zum Lockout.
ACHTUNG:
Nur noch bis zum 2.6. bekommst Du unseren zweiteiligen Fortgeschrittenen Workshop zum Vorteilspreis
(Early Bird: 20 Euro Rabatt pro Tag; bei Buchung beider Tag im Paket sogar 119 Euro Rabatt)
Warum dieser "Weniger ist mehr" Trend?
Die Antwort in einem Wort: Qualität.
Bruce Lee sagte: " Ich fürchte nicht den, der 10000 Techniken einmal geübt hat - sondern den, der eine Technik 10000 mal geübt hat."
Bruce Lee sagte: " Ich fürchte nicht den, der 10000 Techniken einmal geübt hat - sondern den, der eine Technik 10000 mal geübt hat."
Dein Körper denkt kurzfristig - wir Hardstyler nicht
Die Voraussetzung für erfolgreiches Training ist ein langfristiger Focus. Wenn es Dir nicht nur darum geht einen einzelnen Wettbewerb zu gewinnen, sondern Du Dich in die best mögliche körperliche Form bringen möchtest, dann ist ein kurzfristiger Gewinn nicht viel Wert.Im Hardstyle Kettlebell arbeiten wir darum ganz bewusst gegen das natürliche Bedürfnis unseres Körpers oft wiederholte Bewegungen einschleifen zu lassen und sie dadurch weicher und energiesparender auszuführen. Unser Training soll einen Gegenpol zu unserem heute nicht mehr "artgerechten" Lebensstil setzen. Wir müssen in wenigen Minuten täglich dem Körper genügend Bewegungsreize vermitteln, damit er nicht degeneriert, sondern sich aufbaut.
Wenn wir so komprimiert trainieren wollen, würde die natürliche Tendenz unseres Körpers durch Optimierung der Bewegungsabläufe Energie zu sparen, schnell jeglichen Fortschritt auffressen.
Es braucht also exakte klar definierte und optimierte Bewegungsabläufe, die uns erlauben maximale Kraft auszuüben ohne Trainingsverletzungen zu riskieren.
Die Big Six -Sechs Übungen - zwei Welten
Auf eine detaillierte Beschreibung der Übungen verzichte ich hier - allerdings habe ich meine bisher erschienenen Artikel zu den einzelnen Übungen verlinkt. (Artikel über Clean und Squat demnächst in diesem Theater ;-)
Wir teilen die Big Six in zwei Kategorien ein: die Grinds und die Ballistics. Beide sind wichtig, um einen ausgewogenen Athleten zu schmieden, aber die Gewichtung macht es.
Grinds
Grinds sind Übungen, bei denen das Gewicht ohne Schwung, also nur durch die unmittlebar von der Muskulatur erzeugte Kraft bewegt wird. Hier wird tendenziell mit höherem Gewicht (Intensität) und niedrigeren Wiederholungszahlen (Volumen) gearbeitet.
Du lernst durch Grind Übungen aus Körperspannung Kraft zu erzeugen. Dein Körper wird zu einer kraftvollen Einheit.
In diese Katgorie gehören: der Press, der Squat, der Turkish Get Up (in gewisser Weise) und das Kreuzheben (für uns die nicht ballistische Variante des Swings). Auch Übungen mit herkömmlichen Hanteln und viele Eigenkörpergewichts-Übungen fallen in diese Kategorie.
Die Kettlebell bietet hier duch den ausserhalb des Griffs gelegenen Schwerpunkt (Exzentrizität) einen zusätzlichen Freiheitsgrad. Dieser macht sich dadurch bemerkbar, dass Kraft, die Du Dir mit der Kettlebell erarbeitet hast, sich sehr gut auf andere Situationen bzw. Trainingsgeräte anwenden lässt - die Definition von funktionalem Training. Wer beispielsweise sein Körpergewicht in Form von zwei Kettlebells über Kopf drücken kann, der wird mit einer gleich schweren Langhantel kaum Probleme bekommen - umgekehrt sieht die Situation anders aus. Ich habe zum Beispiel bei meinem aller ersten Versuch im Bankdrücken ohne grössere Probleme mein eigenes Körpergewicht drücken können - obwohl ich da noch keine Ahnung von der Technik hatte.
Ballistics
Swing, Clean und Snatch heissen unsere ballistischen Wunderwaffen. Kein anderes Trainingsgerät kann sich in dieser Disziplin mit unseren Kettlebells messen.
Die Kraft wird bei allen drei Übungen durch den grossen Gesässmuskel erzeugt und in dem Moment in dem die Hüfte vollständig durchgestreckt wird (Lockout) auf die Kugel übertragen. Der Rumpf bleibt angespannt damit die Kraft übertragen werden kann. Die Arme verhindern nur, dass die Kugel wegfliegt oder führen sie ins Rack oder zum Lockout.
Deine Trainingsziele bestimmen Deinen Trainingsplan (ach nee?)
Wie vorhin bereits erwähnt sind beide Übungskategorien wichtig, wenn Du ausgewogen trainieren willst. Durch die Gewichtung passt Du das Training Deinen persönlichen Zielen an. So würde ich Ausdauersportlern zum Beispiel empfehlen ihren Schwerpunkt auf die Ballistics mit hohen Wiederholungszahlen zu legen, für einen Kraftsportler wären Grinds mit mit niedrigen Wiederholungszahlen und schweren Kettlebells angesagt. Ein Ringer z.B. sollte viele schweren Getups machen - wer kann ihn schon am Boden halten, wenn er mit dem eigenen Körpergewicht über Kopf aufstehen kann. Ein Boxer profitiert von Swings für Schlagkraft, Explosivität und Durchhaltevermögen. Wie genau Dein Programm aussehen soll hängt von Deinen individuellen sportlichen Zielen ab.
ACHTUNG:
Nur noch bis zum 2.6. bekommst Du unseren zweiteiligen Fortgeschrittenen Workshop zum Vorteilspreis
(Early Bird: 20 Euro Rabatt pro Tag; bei Buchung beider Tag im Paket sogar 119 Euro Rabatt)
Nachtrag: Wie oft trainieren?
Das Prinzip nennt sich Periodisierung - wer immer Vollgas gibt landet früher oder später an der Wand (gilt auch beim Autofahren;-). Aus diesem Grund planen wir bewusst drei verschiedene Intensitäten in unsere Trainingswoche ein.
- Harter Trainingstag: Hier geht es zur Sache - gib Vollgas, aber achte bis zur letzeten Rep auf perfekte Technik. Nach solchen Trainingseinheiten solltest Du spüren, dass Du etwas getan hast - darum mach danach einen Tag Pause.
- Moderater Trainingstag: Dieser Tag sollte Dich fordern ohne Dich nachhaltig zu ermüden - etwas weniger intensiv als an harten Tagen aber immer noch fühlbar. Wenn Du mit dem Gefühl aufhörst, dass noch ein paar Sätze mehr drin wären, dann hast Du es richtig dosiert.
- Leichte(r) Trainingstag(e): Üben, Üben, Üben - nutze solche Einheiten, um Deine Techniken zu perfektionieren. Am Ende solltest Du Lust haben, das ganze Workout gleich nochmal zu wiederholen.
Mach Dir keine zu grossen Gedanken darüber, wie die genaue Dosierung sein soll - das gleicht sich aus. Je mehr Erfahrung Du sammelst, um so leichter wird es Dir fallen Dich richtig einzuschätzen. (Wie ihr in meinem letzten Blog-Artikel lesen könnt, verschätze ich mich auch gelegentlich)
Jetzt willst Du wissen: "Kann ich auch öfter als 3 mal die Woche trainieren?" - klar Du kannst so viele leichte Einheiten in der Woche absolvieren wie Du magst.
Power to you!
Jetzt willst Du wissen: "Kann ich auch öfter als 3 mal die Woche trainieren?" - klar Du kannst so viele leichte Einheiten in der Woche absolvieren wie Du magst.
Power to you!
Achtung:
(Early Bird: 20 Euro Rabatt pro Tag; bei Buchung beider Tag im Paket sogar 119 Euro Rabatt)
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Dienstag, 14. Mai 2013
Hardstyle heisst aufzuhören, wenn es am schönsten ist
Voriges Wochenende habe ich mir 100 Swings mit zwei 32kg Kettlebells vorgenommen. Jeder Satz 5 Wiederholungen, also 20 Sätze - ich habe nur 10 Sätze (also 50) gemacht und dann abgebrochen. Macht mich das jetzt zum Weichei? - klar, aber zu einem schlauen ;-).
Warum habe ich aufgehört? Keineswegs weil ich total erschöpft war - im Gegenteil, körperlich ging es mir noch richtig gut - sondern weil ich gemerkt hatte, dass beim neunten und zehnten Satz meine Technik und vor allem meine Explosivität nachgelassen hatte. Es ging mir darum durch dieses Workout meine Explosivität beim Swing (und somit auch bei Clean und Snatch) zu steigern. Diesem Ziel hätten mich die weiteren 50 Swings mit weniger als optimaler Technik und Explosivität auch nicht näher gebracht.
Die aus dieser Trainingseinheit resultierende Erkenntnis für mein weiteres Training ist, dass ich mich wohl etwas überschätzt habe und einfach mehr Zeit brauche, um die 100 Swings mit 64 kg sauber und mit perfekter Technik hinzubekommen.
Mein Stolz wollte mich dazu bringen, es knallhart durchzuziehen, aber mein Kopf sagte, dass alles, was ich im weiteren Verlauf noch erreichen würde, eine Verschlechterung meiner Technik und schlimmsten falls eine Trainingsverletzung wären. Also hab ich den Stolz hinuntergeschluckt und aufgehört.
Master RKC Max Shank empfiehlt in keiner Trainignseinheit mehr als 80 % Deiner maximalen Leistungsfähigkeit abzurufen. Sein Credo ist genau dann aufzuhören, wenn Du merkst, dass Deine Dynamik flöten geht - und das ist laaange bevor Du das Gefühl hast vor Erschöpfung aufhören zu müssen.
Warum habe ich aufgehört? Keineswegs weil ich total erschöpft war - im Gegenteil, körperlich ging es mir noch richtig gut - sondern weil ich gemerkt hatte, dass beim neunten und zehnten Satz meine Technik und vor allem meine Explosivität nachgelassen hatte. Es ging mir darum durch dieses Workout meine Explosivität beim Swing (und somit auch bei Clean und Snatch) zu steigern. Diesem Ziel hätten mich die weiteren 50 Swings mit weniger als optimaler Technik und Explosivität auch nicht näher gebracht.
Die aus dieser Trainingseinheit resultierende Erkenntnis für mein weiteres Training ist, dass ich mich wohl etwas überschätzt habe und einfach mehr Zeit brauche, um die 100 Swings mit 64 kg sauber und mit perfekter Technik hinzubekommen.
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| Mein Urlaubsgepäck - auch stehen lassen will gelernt sein. |
Ich will Ergebnisse - nicht einfach nur müde werden!
Nach meinem Training musste ich mich beherschen nicht doch weiter zu machen und die andere Hälfte meines geplanten Pensums doch noch runterzureissen. Alles in allem hatte ich noch nicht viel gemacht - die 50 Swings und noch ein paar Double Presses, Snatches, Squats zur Auflockerung zwischen den Sets. Und trotzdem habe ich die Kugeln einfach stehen zu lassen!Mein Stolz wollte mich dazu bringen, es knallhart durchzuziehen, aber mein Kopf sagte, dass alles, was ich im weiteren Verlauf noch erreichen würde, eine Verschlechterung meiner Technik und schlimmsten falls eine Trainingsverletzung wären. Also hab ich den Stolz hinuntergeschluckt und aufgehört.
Master RKC Max Shank empfiehlt in keiner Trainignseinheit mehr als 80 % Deiner maximalen Leistungsfähigkeit abzurufen. Sein Credo ist genau dann aufzuhören, wenn Du merkst, dass Deine Dynamik flöten geht - und das ist laaange bevor Du das Gefühl hast vor Erschöpfung aufhören zu müssen.
Ein Paradigmen Wechsel ist angesagt
Für viele ist es eine massive Umstellung so zu trainieren: kaum mehr Muskelkater, keine klar spürbare Erschöpfung. Der Workout-Junkie bekommt da schnell das Gefühl nicht genug getan zu haben. Genau das Gegenteil ist der Fall: Solche sub-maximalen Trainingseinheiten haben massive Vorteile gegenüber den liebgewordenen Workouts:
- geringeres Verletzungsrisiko
- kürzere Erholungszeiten
- Vor allem: effektives Üben der Technik
Und was ist mit Snatchtest und Co?
Keine Sorge: Snatchtest, Sissitest und wie sie alle heissen sind nicht verboten - im Gegenteil! Sie bilden einen wichtigen Baustein in Deinem Trainingsplan, um Deinen Geist zu schulen, mentale Stärke zu entwickeln und deinen Trainingsfortschritt zu testen. Der körperliche Trainingsnutzen ist dabei allerdings eher gering und daher wegen dem erhöhten Verletzungsrisiko und der wesentliche längern Erholungszeiten vernachlässigbar. Wer schon mal einen Snatchtest gemacht hat weiss, dass man die daraus resultierende Erschöpfung oft noch zwei Tage danach spürt.
Aus diesen Gründen sollten sog. Challenge-Workouts nur ca. 1 mal pro Monat in Deinem Trainingsplan auftauchen. Mach sie, wenn Du gut drauf und ausgeruht bist - und lass es danach ein zwei Tage ruhiger angehen, bis Du komplett ausgeruht bist. In der Regel ist gezieltes Übertraining keine schlaue Idee, ausser wenn Du in einer Elite-Einheit von Militär oder Polizei Dienst tust. Nebenbei: Challenge Workouts mit Deinem aktuellen Maximalgewicht sind ein einfacher Weg eine (verletzungsbedingte) Zwangspause in Dein Training einzubauen ;-)
Aus diesen Gründen sollten sog. Challenge-Workouts nur ca. 1 mal pro Monat in Deinem Trainingsplan auftauchen. Mach sie, wenn Du gut drauf und ausgeruht bist - und lass es danach ein zwei Tage ruhiger angehen, bis Du komplett ausgeruht bist. In der Regel ist gezieltes Übertraining keine schlaue Idee, ausser wenn Du in einer Elite-Einheit von Militär oder Polizei Dienst tust. Nebenbei: Challenge Workouts mit Deinem aktuellen Maximalgewicht sind ein einfacher Weg eine (verletzungsbedingte) Zwangspause in Dein Training einzubauen ;-)
Und was hab ich davon?
Ganz einfach: Du baust Dich auf, und das über Monate und Jahre. Robert Rimoczi unser deutscher Senior RKC benutzt in diesem Zusammenhang gerne Zirkusathleten als Lehrbeispiel. Diese üben immer - jeden Tag, bei jeder Vorstellung. Was glaubst Du wie oft ein Hochseil-Artist einfach mal was ausprobiert, bei dem er sich nicht hundertprozentig sicher ist, dass es klappt?
Denk daran: Nach dem Training ist vor den Training!
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Montag, 6. Mai 2013
Deutschland Premiere: Die neuen RKC Aufbau Seminare
Erstmals in Deutschland:
Bringe Dein
Kettlebell Training auf das nächste Level
Erlerne die Big
Six der RKC School of Strength mit unseren beiden Aufbauseminaren!
- Willst Du den Schlüssel zu nahezu grenzenloser Leistungsentwicklung erhalten?
- Bist Du bereit für die ganze Bandbreite der RKC Kettlebell Power?
- Denkst auch Du, dass die beiden Übungen aus Enter the Kettlebell nur die Spitze des Eisbergs sind?
- Möchtest Du ein vertieftes Insiderwissen zu den sechs RKC Grundübungen erlangen?
- Tauche tiefer ein in eines der besten Allround Trainingssysteme, dem auch weltweit Spezialeinheiten aus Militär, Feuerwehr, Polizei sowie zahlreiche Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten vertrauen?
Dann stelle Dich
der Herausforderung und besuche die erstmals in Deutschland stattfindenden
RKC Grinds & Ballistics Aufbauseminare.
RKC Grinds & Ballistics Aufbauseminare.
Florian
Kiendl, RKC II, CK-FMS, Taekwon Do 2. Dan
wird Dir mit Unterstützung von Steven
Graves, HKC, Diplom-Psychologe, in den beiden Seminarmodulen RKC Grinds
& RKC Ballistics zeigen, worauf es bei den sechs RKC Grundübungen genau
ankommt und wie man die Kettlebell so nutzen kann, damit diese Kugel wirklich
zur “Fitness-Wunderwaffe” mutiert. Wegen des hohen Stoffumfangs, werden die
sechs RKC Grundübungen auf zwei Seminarmodule verteilt, welche entweder einzeln
oder auch in Kombination besucht werden können.
Seminarmodul I:
Die Kettlebell Grinds sind die drei
Grundübungen, bei der es um die Steigerung der Maximalkraft geht und um die
Fähigkeit, eine geradezu betonharte Körperspannung aufzubauen und
aufrechtzuerhalten.
Inhalte:
- Safety First =>
Einführung in den sicheren Umgang mit Kettlebells
- Fundierte Einweisung
in die drei Übungen
- Turkish Get Up (TGU)
- RKC Frontsquat
- Military Press
- Vermittlung der
mächtigsten Techniken zur Entfaltung von extremer Maximalkraft
-
Du bekommst individuelles Feedback zu Deiner Kettlebelltechnik
- Detailliertes
Handout mit vielen wichtigen Tricks und Kniffen für das Erlernen der drei
Kettlebell Grinds
Seminargebühr:
- ab 159 Euro
- RKC BIG SIX PACKAGE: Seminarmodul I (Grinds) + Seminarmodul II (Ballistics):
- ab 239 Euro
Dauer: 8h
Datum: Samstag der 29.
Juni 2013
Ort: Kettlebellstudio Gilching,
Brucker Str. 49 in 82205 Gilching (ca. 20 Autominuten von München entfernt)
Zeit: Beginn: 10:00 Uhr,
voraussichtliches Ende: 18:00 Uhr
Sichere Dir jetzt Deinen Platz!
Seminarmodul II:
Die Kettlebell Ballistics sind die drei
Grundübungen, bei der es sowohl um die dynamisch, explosive
Kraftentwicklung, als auch um die Absorption von Krafteinwirkungen auf
den Körper geht. Die Vorteile dieser Übungen sprechen für sich:
- Entwickle die Fähigkeit
regelrecht zu explodieren und dominiere in Deiner Sportart.
- Steigere die
Leistungsfähigkeit Deiner Lungen und Herz-Kreislauf-Systems bis hin zu einem
Bereich, der lediglich Elitesoldaten oder Hochleistungssportlern vorbehalten
ist.
- Erhöhe Deine
Verletzungsresistenz durch Verbesserung der neuromuskulären Ansteuerung
- Fördere Deine
mentalen Stärke und Dein Durchhaltevermögen
Inhalte:
- Safety First =>
Einführung in den sicheren Umgang mit Kettlebells
- Fundierte Einweisung
in die drei Übungen
- Kettlebell Hardstyle Swing
- Kettlebell Clean
- Kettlebell Snatch
- Einblick in die
Biomechanik des Menschen mit der Zielsetzung von größtmöglicher Kraftentfaltung
- Du bekommst
individuelles Feedback zu Deiner Kettlebelltechnik
- Detailliertes
Handout mit vielen wichtigen Tricks und Kniffen für das Erlernen der drei
Kettlebell Ballistics
Seminargebühr:
- ab 159 Euro
- RKC BIG SIX PACKAGE: Seminarmodul I (Grinds) + Seminarmodul II (Ballistics):
- am 239 Euro
Dauer: 8h
Datum: Sonntag der 30.
Juni 2013
Ort: Kettlebellstudio Gilching,
Brucker Str. 49 in 82205 Gilching (ca. 20 Autominuten von München entfernt)
Zeit: Beginn: 10:00 Uhr,
voraussichtliches Ende: 18:00 Uhr
A C H T U N G !
! ! – WICHTIGER HINWEIS:
Die Seminare
sind nicht für jedermann geeignet! Die Grundvoraussetzung, um an diesen
Seminaren erfolgreich teilnehmen zu können, ist die Beherrschung einer
tadellosen Hardstyle Kettlebell Swing Technik (Ballistics) und die Beherrschung
der Übung Turkish Get Up (Grinds). Falls Du Dir nicht sicher bist, ob Deine
Technik gut genug ist, dann wende Dich bitte an:
Florian Kiendl,
RKC II Kontakt: florian@kettlebellgermany.de / +49 (0)
163 8413509
Es Handelt sich nicht um einen Instruktoren Kurs - wenn Du einen solchen suchst dann melde Dich für den RKC an - dieser Kurs kann aber selbstverständlich von RKC Kandidaten für ihre vorbereitung genutzt werden.
Falls
Dir die Begriffe Hardstyle Swing und Turkish Get Up nicht so viel sagen,
empfehlen wir Dir den Besuch eines Enter the Kettlebell Seminares.
Deutschlandweite Termine unter www.rkckettlebell.de
Mittwoch, 24. April 2013
Der Snatch - der Zar unter den Kettlebell Übungen
Der Snatch ist sicherlich die Übung, nach der ich am häufigsten gefragt werden. Jeder will snatchen - und das am liebsten von Anfang an. Unsere RKC Einstiegsseminare, die Enter the Kettlebell Seminare, beinhalten diese Übung bewusst nicht.
Natürlich ist der Snatch eine hervorragende Übungen! Explosive Kraft, schier grenzenlose Leistungsfähigkeit, sowie eine unvergleichliche Schmerztoleranz sind nur ein paar Qualitäten, die der Snatch fördert aber auch fordert.
Wer ein intensives Snatch Workout überstanden hat - den schreckt so schnell nichts mehr. Nicht umsonst ist der RKC Snatch-Test der Angstgegner schlechthin für angehende Instruktoren. Eine schwere Kettlebell 100 mal in 5 Minuten über den Kopf zu snatchen ist durchaus ein Erlebnis.
Hinweis: Bitte erwartet in diesem Artikel keine Übungsbeschreibung - nach meiner Erfahrung ist es praktisch unmöglich ballistische Übungen nach einer schriftlichen Vorlage korrekt zu erlernen. Aus diesem Grund mache ich erst gar nicht den Versuch. Der Artikel soll eine Orientierung für Leute sein, die den Snatch erlernen wollen und denen, die die Übung bereits kennen, einige neue Kniffe vermitteln mit denen sie die Übung noch effektiver gestalten können. Die Lektüre dieses Artikels ersetzt nicht den Besuch beim qualifizierten Trainer.
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| Robert Rimoczi Senior RKC und ich in der Ausgangsposition. |
Weiterlesen unter .....
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Freitag, 12. April 2013
Hoch damit - Der Military Press
Vermutlich gibt es keine Übung, die so klar zeigt, aus welchem Holz Du geschnitzt bist, wie der Military Press mit einer Kettlebell.
Anfänger können die Faszination dieser Übung meist nicht nachvollziehen. Was soll schon schwer daran sein, seinen Arm mit ein bisschen Gewicht daran senkrecht über den Kopf zu stecken? - Genau hier liegt das Missverständnis: mit ein bisschen Gewicht ist die Übung denkbar unspektakulär. Wie Mark Reifkind es formuliert: "everything is easy - till it gets heavy". Wer vom Military Press spricht, der spricht über Gewichte von etwa 50 % des Körpergewichts bei Männern bzw. 30 % des Körpergewichts bei Frauen. Alles was darunter liegt ist "Cardio" - wie Pavel es formulieren würde.
| Das Beast: 48 kg die gedrückt werden wollen. |
Kommt man aber in den oben genannten Bereich, merkt man schnell wie viel einem diese scheinbar einfache Übungen einem über den eigenen Körper beibringen kann. Jede neue Kugel ist eine neue Herausforderung und kann Dir Neues über Deinen Körper, das Zusammenspiel Deiner Muskeln und Deine ganz persönlichen Schwachstellen verraten - wenn Du mit gesundem Menschenverstand und Geduld daran gehst sie zu meistern.
Vier Regeln für einen starken Press:
Dein Press ist immer nur so gut wie Dein Clean
Der Clean, also das in die Rack-Position bringen der Kettlebell, ist eine technisch etwas knifflige Übung. Ziel ist es, das Gewicht der Kettlebell dafür zu nutzen, Dich mit dem Gewicht der Kugel aufzuladen. Du leitest sozusagen die Kraft der Kugel durch Deinen Körper in den Fussboden - und erhöhst damit die Anspannung im ganzen Körper. Ein guter Clean ist als würde die Kettlebell in die Rack-Position "einrasten" - stell Dir vor, jemand würde versuchen, Dir die Kettlebell unmittlebar nach dem Aufnehmen, zu entreissen. Wenn Du daran arbeitest die nächst schwerere Kugel zu pressen - übe den Clean mit einer noch schwereren Kugel.
Finde den optimalen Groove
Wenn Du eine für Dich sehr schwere Kugel in der Hand hast, ist nicht der richtige Zeitpunkt, um die Feinheiten des Military Press zu erkunden. Übe zunächst solange mit einer moderat schweren Kugel bis jeder Deiner Presses exakt gleich aussieht. Um den optimalen Groove (= Weg den die Kettlebell während der Übung nehmen soll) zu finden funktioniert es gut, wenn Du zunächst den sogenannten Bottom Up Press übst (nimm eine leichte Kugel): dabei steht die Kugel auf dem Kopf, während Du sie drückst.
Grundsätzlich kann man sagen, dass der Groove optimal ist, wenn Dein Ellenbogen während der gesamten Übung exakt unter dem Massenmittelpunkt der Kugel bleibt.
Grundsätzlich kann man sagen, dass der Groove optimal ist, wenn Dein Ellenbogen während der gesamten Übung exakt unter dem Massenmittelpunkt der Kugel bleibt.
Je stabiler das Fundament umso stärker der Press
Dass grosse, schwere Gebäude ein starkes Fundament brauchen, haben die Baumeister schon vor Jahrhunderten erkannt. Dass das gleiche auch gilt, wenn Du schwere Lasten bewegen willst, ist seltsamerweise nicht jedem klar. Besser gesagt ist den wenigsten klar, wie sie dieses Fundament schaffen. Schuhe mit gepolsterten Sohlen (Jogging Schuhe) verschlechtern Deinen Bodenkontakt und damit Deine Standfestigkeit so sehr, dass sie objektiv gesehen ein Verletzungsrisiko darstellen. In der RKC gilt die Regel, dass wir niemanden trainieren, der sich weigert, sein ungeeignetes Schuhwerk auszuziehen. Den besten Kontakt hast Du barfuss - und wenn das nicht geht, achte auf die dünnst möglichen Sohlen.Ich nutze seit Jahren die Vibram Five Fingers,
wenn ich mal in einem Studio bin in dem ich nicht barfuss trainieren kann oder will.
Aber der ungestörte Kontakt zu Mutter Erde alleine sorgt noch nicht zwangsläufig für einen starken Press - es ist ebenfalls wichtig, den richtigen Stand zu haben. Stehst Du zu schmal, leidet Deine Balance und Du kannst nicht Dein ganzes Kraftpotential ausschöpfen. Stehst Du wiederum zu breitbeinig, kannst Du Dich nicht richtig anspannen und verlierst auch wieder Kraft. Für die meisten Leuten liegt die optimale Breite irgendwo zwischen Hüft- und Schulterbreite - die exakte Breite ist individuell je nach Körpergeometrie und somit Erfahrungssache.
ACHTUNG: Wenn Du nicht beängstigend breite Schultern hast bzw. mit winzigen Kugeln trainierst, musst Du Deine Standbreite reduzieren, bevor Du drückt - übe das, damit Du dabei nicht die Spannung verlierst.
Eine weitere unerlässliche Technik für einen starken einseitigen Press ist es, Deine Hüfte unter die Kugel zu bringen.
Aber der ungestörte Kontakt zu Mutter Erde alleine sorgt noch nicht zwangsläufig für einen starken Press - es ist ebenfalls wichtig, den richtigen Stand zu haben. Stehst Du zu schmal, leidet Deine Balance und Du kannst nicht Dein ganzes Kraftpotential ausschöpfen. Stehst Du wiederum zu breitbeinig, kannst Du Dich nicht richtig anspannen und verlierst auch wieder Kraft. Für die meisten Leuten liegt die optimale Breite irgendwo zwischen Hüft- und Schulterbreite - die exakte Breite ist individuell je nach Körpergeometrie und somit Erfahrungssache.
ACHTUNG: Wenn Du nicht beängstigend breite Schultern hast bzw. mit winzigen Kugeln trainierst, musst Du Deine Standbreite reduzieren, bevor Du drückt - übe das, damit Du dabei nicht die Spannung verlierst.
Eine weitere unerlässliche Technik für einen starken einseitigen Press ist es, Deine Hüfte unter die Kugel zu bringen.
Kraft = Anspannung
Wenn es beim Military Press ans Eingemachte geht, dann ist entscheidend wie groß der Prozentsatz deiner Muskeln ist, den Du willentlich anspannen kannst. Muskelmasse ist nicht ausschlaggebend. Unser Master RKC Max Shank, der im September in München den ersten RKC Instruktoren Kurs auf deutschem Boden abhalten wird, drückt bei einem Körpergewicht von 82 kg zwei Beasts (48 kg Kettlebell) - eine stolze Leistung.
Wie kannst Du also diesen Prozentsatz maximieren? Dafür nutzen wir in der RKC sogenannte Spannungs-Techniken (Tension-Technics). Davon gibt es eine ziemlich grosse Anzahl, viele sind universell einsetzbar - andere funktionieren nur bei bestimmten Übungen.
Die einfachste und universellste ist den Gesäßmuskel bewusst maximal anzuspannen.
Selbstversuch: Nimm dir eine moderat schwere Kettlebell und drück sie (aufwärmen etc. muss ich nicht extra erwähnen - stimmt's?), stell ab, warte 30 Sekunden und drück sie noch mal - dieses mal spannst Du in dem Moment in dem du beginnst zu drücken deinen Po so fest an, dass Du das Gefühl hast gleich einen Krampf zu bekommen. Fühlst sich schön leicht an - oder? aber es ist das gleiche Gewicht.
Nach diesem kleinen Versuch hast Du jetzt vielleicht das Gefühl solche Tension-Technics sind so etwas wie Zauberei und wenn Du nur genügend davon aus Pavel's Büchern zusammenklaubst, bist Du stark wie ein Ochse - leider ist es nicht ganz so einfach. Unser Hirn ist ein recht limitiertes Werkzeug. Maximal sieben verschiedene Dinge kann der Durchschnittsmensch gleichzeitig berücksichtigen. Wenn Du dazu noch eine schwere Kettlebell in der Hand hast, reduziert sich diese Zahl auf maximal drei bis vier. Was tun? Den Einsatz von Tension-Techniken musst du üben, wie alles andere auch. Nimm dir eine nach der anderen vor und übe sie solange bis sie Dir zur zweiten Natur wird. Erst jetzt kannst Du Dir sicher sein, dass Du sie in einer Stresssituation - und glaube mir, der erste Clean mit dem Beast ist solche - automatisch einsetzt. Wenn Du eine gemeistert hast, nimm dir die nächste vor. So vergrößerst du nach und nach die Anspannung in deinem gesamten Körper und kannst immer mehr Kraft ausüben.
Labels:RKC | 0
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Montag, 8. April 2013
Warum Du den Flexible Steel Workshop im Mai nicht verpassen solltest...
Lieber Leser,
eigentlich schreibe ich gerade an einem Artikel über den Military Press mit der Kettlebell (der vermutlich Mitte bis Ende dieser Woche erscheinen wird) - aber da das Ende der Frühbucher-Periode (21.April) für den oben genannten Workshop immer näher rückt wende ich mich heute mal mit einem direkten Appell an Dich:
Lasst Dir Chance nicht entgehen, zwei Tage vom einem der qualifiziertesten Trainer zum Thema Flexibilität und Beweglichkeit zu lernen.
Früher oder später werden diese beiden Qualitäten für fast jeden Sportler zu einem Flaschenhals, der eine Weiterentwicklung verhindert - selbst in Sportarten die man landläufig nicht mit besonderer Beweglichkeit assoziiert. Sehr häufig wird die Ursache, wegen der der Fortschritt ausbleibt, weder vom Sportler selbst noch von dessen Trainern erkannt.
Es gibt keine Grenzen - nur Hindernisse und ob Du Dich davon aufhalten lässt ist Deine Entscheidung
So gut wie alle Ausnahme-Athleten, die ich bisher kennengelernt habe, haben eine Gemeinsamkeit: Überragende Flexibilität gepaart mit Kraft und Stabilität.
Jon Engum hat aufgrund seiner eigenen Geschichte wie auch wegen seiner langjährigen Erfahrung als Trainer einen Werkzeugkasten entwickelt mit dem Du Dir und Deinen Kunden die Frustration von scheinbar unüberwindlichen Plateaus von vorn herein ersparen kannst. Egal ob Du ein erfahrener Athlet mit jahrelanger Trainingserfahrung oder ein Neu-/Wiedereinsteiger bist: Wenn Du in Dein Training ein sinnvolles und durchdachtes Flexibilitäts-Programm integrierst, wirst Du in vielfacher Hinsicht davon profitieren:
- Du vermeidest Plateaus, die Deinen Fortschritt behindern.
- Du schaffst Mobilitätsreserven, denn die meisten Verletzung im Sport passieren an den äußeren Grenzen des Bewegungsraumes.
- Du beugst Gelenkbeschwerden vor.
- Deine Bewegung wird harmonischer, sieht besser aus und fühlt sich besser an.
- mehr Details zum Kursinhalt...
Deine Chance:
In den USA, wo die RKC Kettlebell-Schule zuhause ist, gibt es zahllose Workshops mit den hochkarätigen Spezialisten aus verschiedensten Disziplinen die sich zusammengeschlossen haben um diese Institution ins leben zu rufen - bei uns in Deutschland bisher leider nicht. Ich bin bereits für mehrere Workshops in die Staaten gereist und habe Unsummen an Flug, Hotel, Taxikosten etc. ausgegeben - die eigentliche Teilnehmergebühr ist im Vergleich zu diesen Kosten fast vernachlässigbar. Aber auch wenn ich für jeden dieser Workshops bisher etwa das fünf bis zehnfache dessen was dieser Workshop kostet, ausgegeben habe nie einen Cent davon bereut.
Jon und Pavel auf einem Workshop in den USA
Ich habe Jon Engum eingeladen, seinen Flexible Steel Workshop bei uns in Deutschland zu halten, damit möglichst viele von uns von seinem Wissen profitieren können. Natürlich kann ein Workshop mit einem Instruktor aus den USA nicht zum selben Preis realisiert werden wie wenn ein Ortsansässiger den Kurs abhalten würde aber im Verhältnis zu dem was dich der gleiche Kurs in den USA Kosten würde ist dieser Workshop eine einmalige Gelegenheit -
aber lassen wir die finanzielle Seite mal außer acht! Es gibt noch einen weiteren zwingenden Grund, warum Du diesen Kurs nicht verpassen solltest:
Was Jon vermittelt, sind nicht eine handvoll neuartiger Dehnungsübungen die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat - der Kerninhalt des Kurses sind die Prinzipien, die für ein erfolgreiches Flexibilitäts-Training unerlässlich sind - so vermittelt dass Du sie sofort bei Dir (oder anderen) anwenden kannst. Wie ich in meinem vorletzten Artikel erklärt habe braucht es mehr als Fleiss und zusammengebissenen Zähne um erfolgreich seine Beweglichkeit zu verbessern. Durch die Anwendung von Jon's Prinzipien gelingt es jedem sofort seine Range of Motion zu erweitern - ohne Spätfolgen befürchten zu müssen.
Mehr zum Kursinhalt...
Greife jetzt zu! - und spare 100 €
Nur noch bis zum 21. April gilt der Frühbucher-Preis von 449 € dann wir der Kurs um 100 € teurer.
Labels:Flexibility | 0
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